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Jesingen fehlen die Mittel

Fußball-Bezirksliga Der TSV ist beim 0:5 beim Tabellenzweiten Donzdorf chancenlos. Der TV Neidlingen erkämpft sich dagegen einen 6:1-Erfolg in Rechberghausen. Von Sebastian Großhans

Jonathan Willig (rechts) ist seinem Bewacher in dieser Szene entwischt. Unterm Strich waren die Jesinger beim Tabellenzweiten de
Jonathan Willig (rechts) ist seinem Bewacher in dieser Szene entwischt. Unterm Strich waren die Jesinger beim Tabellenzweiten der Bezirksliga in Donzdorf allerdings chancenlos.Foto: Markus Brändli

Zu viele Fehler und ein e­norm starker Gegner haben dem TSV Jesingen in der Fußball-Bezirksliga eine deutliche 0:5-Klatsche gegen den Türk. SV Donzdorf beschert. „Wir waren in der Summe heute chancenlos“, meinte TSV-Spielleiter Stefan Haußmann. 20 Minuten beharkten sich beide Mannschaften noch in einem Hin- und Her. „Nach dem 0:2 wars dann aber schwierig“, musste Jesingens Coach feststellen. Spätestens nach dem Strafstoßtreffer von Tarik Serour zum 3:0 in der 52. Minute war die Messe aus Jesinger Sicht gelesen.

Unterm Strich ein verdienter Sieg für den TV Neidlingen, das musste auch Steffen Bantle neidlos anerkennen. Der Co-Trainer des 1. FC Rechberghausen war ges­tern im Stadion des VfB Stuttgart zu erreichen. Die Niederlage vom Freitag hat er gut verdaut: „Wenn man 1:6 verliert, gibt es nicht viel zu deuteln.“ Während Leverkusens Fans in der Stuttgarter Arena etwas lauter wurden, erläuterte Bantle den Hauptgrund der Niederlage: Zu viele Spieler verletzt, das Team angeschlagen. „Wir haben es nicht geschafft, hundert Prozent auf den Platz zu bringen.“

Ganz anders sah es da bei den Gästen aus. „Wir waren heute gut drauf“, lobte Neidlingens Trainer Patrick Kölle. TVN-Youngster Marius Fischer tat sich besonders hervor. Der 19-jährige Defensivspieler wurde von seinem Trainer und dem der Gastgeber gelobt - schließlich gelang es ihm, Rechberghausens Yaya Schwenk kaltzustellen. Auch nach vorn gaben die Neidlinger den Ton an. „Wir gingen immer früh auf den Ball“, so Kölle. Das Pressing erzwang Fehler. Früh vielen dadurch „ein, zwei Tore glücklich“. Rechberghausen fand kein Mittel gegen den Tabellensechsten. „Bis auf den Elfme­tertreffer und eine Chance kurz davor hatten die keinen einzigen Torschuss“, sagte Kölle.

Mit einer knappen 0:1-Niederlage hat sich der VfL Kirchheim vom FV Plochingen in der Tabelle überholen lassen. Jetzt sind die Plochinger auf Rang zwei. Laut VfL-Coach Armin Ohran war der Gegner an diesem Tag einfach stärker. Über weite Strecken war die Partie zwar ausgeglichen, mit der Leistung seiner Mannschaft konnte Kirchheims Coach trotzdem nicht zufrieden sein. Die Hausherren standen tief, während der VfL viel Ballbesitz hatte. Zwingende Chancen erarbeitete sich der VfL jedoch nicht. Nachdem Thorsten Schöllkopf (68. Minute) das 1:0 besorgt hatte, stand Plochingen noch tie­fer. „Am Schluss hatten wir trotzdem noch die Chance zum Ausgleich“, sagte Ohran.

Weilheim braucht weiter Geduld

Der TSV Weilheim holte nur einen Punkt in den vorherigen drei Spielen und hatte daher einiges wiedergutzumachen. Gegen die SPV 05 Nürtingen platzte der Knoten beim 1:2 jedoch auch diesmal nicht. „Es war eine relativ ausgeglichene Partie“, sagte Nürtingens Abteilungsleiter Agron Mustafi, „vielleicht waren wir einen Tick besser.“ Beiden Seiten hatten einige hochkarätige Torgelegenheiten, die nicht selten dank der beiden Torhüter vereitelt wurden. Mustafi lobte vor allem SPV-Torhüter Daniel Lang, zollte aber auch dem Weilheimer Keeper Yannik März seinen Respekt. Selbst als Weilheims Emre Yildirim in der 76. Minute am Boden liegend nachtrat und vom Platz geschickt wurde, gaben die Gäste nicht nach. In Unterzahl gelang die Wende aber nicht mehr. „Obwohl wir mit zehn Mann heute fast stärker waren als mit elf“, kritisierte Oliver Klingler. Weilheims Coach fordert: „Voller Einsatz darf nicht erst kommen, wenn der Druck groß wird.“

Das 3:3 der SG Erkenbrechtsweiler-Hochwang gegen den FTSV Kuchen war spannend, doch Chris­tian Mirbauer zieht eine andere Bilanz: „Wir haben wieder zwei Punkte verschenkt.“ Früh spielte die SG dem Gegner den Ball vor die Füße und verschuldete das 0:1 durch Johannes Zaremba selbst (6. Minute). Die SGEH nahm das Heft in die Hand, doch zwei Chancen blieben ungenutzt, bis Dennis Oswald schließlich traf. Danach hatte die SGEH „reihenweise Chancen“, so Mirbauer. Mit dem 3:1 schien die Partie bereits entschieden. Wohl etwas zu früh. Per Elfmeter und einem Kopfballtreffer von Alexander Kienbacher hatte Kuchen den Zwei-Tore-Rückstand egalisiert - und die SGEH zwei Punkte vergeben.

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