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Keine attraktiven Rahmenbedingungen für Lehrer

„Wir fordern schon seit Jahren, dass die Unterrichtsversorgung zwischen 105 und 108 Prozent angesetzt werden müsste“, betont David Warneck, Kreisvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit Blick auf das Thema Lehrermangel. Denn was passiere mit Schulen, die jetzt zum Schuljahresbeginn „gerade so“ versorgt seien, wenn die große Grippewelle im November oder Dezember kommt?

Das Thema Lehrermangel betreffe vor allem die Grundschulen und sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren. Das gilt insbesondere für den ländlichen Raum. „Das sind die großen Baustellen“, sagt Kreisvorsitzender David Warneck und ergänzt: „Der Markt ist leer. Wer möchte sich heute schon noch befristet einstellen lassen, um zum Ende des Schuljahrs dann wieder entlassen zu werden?“

Jungen Pädagogen biete der Lehrerberuf in Baden-Württemberg keine attraktiven Rahmenbedingungen: „Sie wandern in andere Bundesländer aus, wo sie eine unbefristete Stelle erhalten“.

Der ländliche Raum müsse attraktiver gestaltet werden: „Man muss sich über Anreize Gedanken machen, zum Beispiel über eine Zusicherung von Kitaplätzen für junge Lehrerinnen“, wobei hier auch die Kommunen gefragt seien. Zum anderen müsse man Gehaltsanpassungen vornehmen - „und wir müssen weg von befristeten Verträgen“.

Jetzt muss gehandelt werden, denn bis 2020 und 2021 sind deutlich steigende Schülerzahlen zu erwarten, was auch mit der Flüchtlingssituation zusammenhängt, ergänzt David Warneck. „Die Ausbildungskapazitäten an den Pädagogischen Hochschulen müssen langfristig erhöht werden.“ hei

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