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Keine weitere Zentralisation

Zum Artikel „Druck auf die Stadt wächst“ vom 15. Februar

Das Verkehrschaos in und um Stuttgart scheint noch nicht groß genug zu sein. Möhringen-Vaihingen plant einen Büro-Campus für bis zu 40 000 Beschäftigten. Das heißt fast 40 000 Pendler mehr - und niemand weiß, wie die Verkehrsprobleme zu bewältigen sind. Erst kürzlich ist an gleicher Stelle zu lesen gewesen, dass es immer mehr Pendler gibt, die Distanz zum Arbeitsplatz immer größer wird und die Beschäftigten immer länger im Stau stehen. Zu einer Verbesserung tragen solche Planungen nicht bei.

Kann man die Arbeitsplätze nicht gleichmäßig übers Ländle verteilen, von Konstanz bis Heidelberg, von Ulm bis Karlsruhe. Dann hätten viele Beschäftigten auch die Möglichkeit, zu Fuß oder mit dem Fahrrad, oder wenn es das Auto sein muss, in kürzerer Zeit bei der Arbeit zu sein. Ich möchte nicht die Lebenszeit zusammenzählen, die einer Familie fehlt, nur weil die Eltern im täglichen Stau stehen müssen. Kürzere Wege zur Arbeit sind auch aktiver Umweltschutz, besser als die geplanten begrünten Dächer. Die überfüllten U- und S-Bahnen - für die es ja auch keine Lokführer gibt - sind auch keine Lösung.

Es muss ein Umdenken stattfinden, dass nicht alles im Zentrum der Region Stuttgart stattfinden kann. Der Verband der Region muss sich von dieser Zentralisation verabschieden, sonst kommt ein Verkehrskollaps schneller, als wir uns vorstellen können.

Kurt Hiller, Lenningen

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