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Kirchheim hat die Wahl

Zur Berichterstattung über die Oberbürgermeisterwahl

Es gibt, was mich freut, zum Glück eine Wahl zwischen zwei guten Bewerbern.

Frau Matt-Heidecker, die überzeugte Kirchheimerin und Langstreckenläuferin, gab ihre Bewerbung im Januar bekannt - Herr Dr. Bader, der Wahl-Kirchheimer und Kurzstreckensprinter, erst kurz vor Bewerbungsschluss.

Drei Fragen: Frau Matt-Heidecker, warum machen Sie weiter? Herr Dr. Bader, warum kandidieren Sie erst kurz vor Toreschluss? Bei ihr weiß man, was Sache ist und wofür sie einsteht. Bei ihm würde man wissen wollen, wo er politisch steht und wer ihn berät. Warum hatte keine Fraktion den Mut, einen eigenen oder gemeinsamen Kandidaten ins Rennen zu schicken?

Nach meiner Gemeinderatszeit bis 1993 bin ich bis heute dauerhaft und nachhaltig als engagierter Bürger vor allem im Sozialbereich und als Stadtführer tätig. In all meinen vielfältigen Tätigkeitsfeldern bin ich Frau Matt-Heidecker immer wieder begegnet und hatte mit ihr zu tun. Wir haben uns intensiv auseinandergesetzt und waren oft unterschiedlicher Meinung. Oft und immer wieder haben wir gemeinsam „Haltung“ gezeigt - so zuletzt bei der Mahnwache „Gegen Antisemitismus und Rassismus“ vor und bei der Gedenkveranstaltung zur „Reichspogromnacht 1938“ in der Martinskirche. Ich werde bald 76 Jahre alt, bin seit 49 Jahren „Wahl-Kirchheimer“ und bringe mich aus großer Dankbarkeit unermüdlich und mit „kämpferischer und engagierter Gelassenheit“ immer wieder aktiv ein. Als kritischer und konstruktiver Bürger bin ich der Überzeugung, dass Frau Matt-Heidecker, die erst 65 Jahre alt ist, gut und erfolgreich weitermachen kann. Meine Unterstützung hat sie!

Meine demokratische Aufforderung an alle: Gehen sie wählen - die vielen Unzufriedenen und vor allem die Zufriedenen.

Willi Kamphausen, Kirchheim

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