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Kirchheim kriegt eine Bürgermeisterin

Gemeinderat Gleich im ersten Wahlgang setzt sich Christine Kullen gegen die zwei verbliebenen Mitbewerber im Rennen um die Nachfolge von Stefan Wörner durch. Sie erhält 60 Prozent der Stimmen. Von Andreas Volz

Oberbürgermeister Pascal Bader beglückwünscht Christine Kullen zu ihrer Wahl: Die 51-jährige Diplom-Verwaltungswirtin und derzei
Oberbürgermeister Pascal Bader beglückwünscht Christine Kullen zu ihrer Wahl: Die 51-jährige Diplom-Verwaltungswirtin und derzeitige Hauptamtsleiterin in Remshalden tritt in Kirchheim die Nachfolge von Bürgermeister Stefan Wörner an. Foto: Carsten Riedl

Kirchheims neue Bürgermeisterin - die Nachfolgerin von Stefan Wörner, der sich Ende Juli in Richtung Pfullingen verabschiedet hatte - heißt Christine Kullen. Sie ergänzt damit die Verwaltungsspitze um Oberbürgermeister Pascal Bader und den Ersten Bürgermeister Günter Riemer. Als Beigeordnete ist Christine Kullen zuständig für das neu zugeschnittene Dezernat 3 - mit den Abteilungen Bildung, Kultur, Soziales, Bürgerdienste, Sicherheit und Ordnung sowie der Stabsstelle Recht.

Die 51-jährige Diplom-Verwaltungswirtin setzte sich unter insgesamt 20 Bewerbern durch. Am Schluss war es noch ein Trio, das sich im Kirchheimer Gemeinderat in öffentlicher Sitzung vorstellte. Christine Kullen wusste die Ratsmitglieder von Beginn an offensichtlich so sehr von sich zu überzeugen, dass kein zweiter Wahlgang mehr nötig war: Gleich auf Anhieb lag sie um drei Stimmen über der erforderlichen absoluten Mehrheit. Von 35 in geheimer Wahl abgegebenen Stimmen entfielen 21 auf sie. Das entspricht einer Drei-Fünftel-Mehrheit.

Die übergeordneten Schlagworte für ihre künftige Aufgabe hat Christine Kullen aus dem Magazin des bürgerschaftlichen Engagements übernommen. Es trägt den Titel „Zusammen für Kirchheim“ und berichtet über das „Miteinander“ und „Füreinander“ in der Stadt. Zusammen, miteinander und füreinander will die neue Bürgermeisterin auch im Dezernat  3 der Stadtverwaltung arbeiten.

Sie sieht eine ganze Reihe „Kooperationspartner“. Zum einen sind das die Verwaltungsspitze, die Abteilungsleiter und die Mitarbeiter. Zum anderen sind es Vereine, Organisationen und Institutionen - im Bereich Bildung etwa die freien Träger von Kindertagesstätten und Schulen, aber auch die Musikschule, die Volkshochschule und die Familien-Bildungsstätte.

Nicht zuletzt sieht Christine Kullen auch im Gemeinderat einen bedeutenden Kooperationspartner. Und nicht nur für dessen Mitglieder gilt: „Das bürgerschaftliche Engagement spielt eine wichtige Rolle in Kirchheim.“ Für dieses Engagement gelte es, Räumlichkeiten bereitzustellen, beispielsweise im Kornhaus. Die Bildung in Kirchheim möchte Christine Kullen qualitativ und quantitativ ausbauen. Auszubauen sei außerdem die Digitalisierung in Kirchheim. Im sozialen Bereich setzt Christine Kullen auf die Flüchtlings- und Integrationsarbeit. Bei der anstehenden Kulturentwicklungsplanung gehe es darum, dass alle Kooperationspartner in Sachen Kultur zusammenrücken.

Ein Faible für runde Tische

Zusammen, miteinander und füreinander - das gilt für die neue Bürgermeisterin in ihrem gesam­ten Wirkungsfeld also „innerhalb und außerhalb der Verwaltung“. Sie verspricht Identifikation, Kommunikation und Offenheit und sagt über sich selbst: „Ich arbeite sehr gerne mit runden Tischen.“

Erfahrung in der Verwaltung hat sie zunächst als persönliche Referentin und Leiterin der Pressestelle in Vaihingen an der Enz gesammelt, bevor sie Hauptamtsleiterin wurde. Diese Position hat sie gleich in vier verschiedenen Städten ausgeübt: Nach Burladingen, Freudenstadt und Konstanz ist sie derzeit in Remshalden tätig. Viele ihrer künftigen Aufgaben in Kirchheim würden sich mit dem Aufgabengebiet decken, das sie in ihrer bisherigen Tätigkeit hat. Ihre Motivation, in Kirchheim in der Verwaltungsspitze tätig zu werden beschreibt sie damit, künftig „mehr gestalten zu können“.

Eine andere Motivation mag noch die Rückkehr in die Heimat sein, denn geboren und aufgewachsen ist Christine Kullen in Kirchheim. Nach der erfolgreichen Wahl sagte sie: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und hoffe, dass es nicht lange dauert, bis ich meine Arbeit hier auch wirklich aufnehmen kann.“

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