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Kirchheimer Handballer kassieren zweite Heimniederlage in Folge

Handball-Verbandsliga Gegen Tabellenführer Ostfildern versagen beim 20:23 vor dem gegnerischen Tor die Nerven.

Kein Durchkommen für den VfL Kirchheim: Vor allem vor dem gegnerischen Tor ließen sich die Hausherren von Tabellenführer Ostfildern den Schneid abkaufen. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Die Verbandsliga-Handballer des VfL Kirchheim haben am Samstagabend ihr zweites Heimspiel in Folge verloren. Gegen Aufstiegsfavorit HSG Ostfildern setzte es eine 20:23-Niederlage. Entsprechend enttäuscht waren die Gastgeber nach dem Abpfiff, denn die Punkte waren erneut leichtfertig hergeschenkt, weil die HSG durchaus schlagbar gewesen wäre. Zwar zeigten sich die „Blauen“ stark verbessert im Vergleich zur Heimniederlage gegen TEAM Esslingen, doch der Mannschaft wurden die selben Probleme zum Verhängnis wie in den Wochen zuvor. So standen am Ende wieder weit über 20 Fehlwürfe zu Buche, was entscheidend zur 20:23-Niederlage gegen den Tabellenführer beigetragen hat.

Zu Beginn sahen die Zuschauer eine Partie auf Augenhöhe, ehe sich die Gäste beim 7:4 nach 14 Minuten erstmals leicht absetzen konnten. Nach 20 Minuten betrug der Rückstand beim 10:5 bereits fünf Treffer. Doch die Kirchheimer zeigten Moral und Kampfgeist. Allen voran Thimo Böck, der am Ende mit acht Treffern auch erfolgreichster Torschütze war. Beim 9:11 durch Böck war der Anschluss wiederhergestellt. Die Abwehrleistung der „Tecksieben“ war gut, auch die Torhüter konnten einige Bälle entschärfen. Doch im Angriff wurde ein besseres Ergebnis verhindert. Erneut wurde die eklatante Abschlussschwäche offensichtlich. Überhastete Würfe und unvorbereitete Aktionen prägten lange Zeit das Spiel der Gastgeber, was nicht zuletzt auch an der mangelnden Trainingsbeteiligung der letzten Wochen lag. Bis zur Halbzeit konnte der VfL mit 11:13 den Anschluss halten. In der Halbzeitpause verlangte Trainer Engelbert Eisenbeil von seinen Spielern weiterhin dagegen zu halten und im Angriff die Chancen endlich zu nutzen. Zwar kam der VfL direkt nach Wiederanpfiff durch Lars Hamann auf 13:14 heran, der Ausgleich kam trotz allem aber nie zustande. Die Hintermannschaft der Gastgeber verzeichnete einige Ballgewinne, verpasste es jedoch, sich durch die fehlende Kaltschnäuzigkeit im Angriff zu belohnen. So setzte sich die HSG immer wieder auf zwei bis drei Treffer ab.

Aufgeben war für die „Tecksieben“ aber weiterhin keine Option, und so kämpften die Hausherren tapfer weiter. Beim 17:18 durch Josua Schenk nach 45 Minuten war der VfL erneut drauf und dran, dem Spiel eine Wendung zu geben. Erneut versagten jedoch die Nerven beim Torabschluss. Dies nutzte der Spitzenreiter aus Ostfildern eiskalt aus und zog selbst vorentscheidend auf 21:17 davon. Diesen Rückstand konnte das Heimteam nicht mehr aufholen und ging am Ende mit 20:23 als verdienter Verlierer vom Feld.

Die Kirchheimer Handballer müssen nun aufpassen, nicht komplett in der Tabelle durchgereicht zu werden. Lange Zeit zum Trübsal blasen hat der VfL allerdings nicht, denn jetzt geht es Schlag auf Schlag. Bereits am Mittwoch steht das Nachholspiel gegen den TSV Denkendorf an. Dort bietet sich die Chance für eine Trendwende, um den Abstiegsrängen weiter fern zu bleiben. Dafür, so fordert Trainer Eisenbeil, muss jedoch auch im Training wieder mit mehr Engagement zu Werke gegangen werden. jm

Spielstenogramm

VfL Kirchheim: Osswald, Hsu, L. Hamann (1), T. Hamann, Böck (8), Habermeier(3), Weber, Merkle, Mikolaj (1), Klein, Schenk (1), Schwarzbauer, Sadowski (2), Rudolph (4)

HSG Ostfildern: Reitnauer, Gehrung (4/2), Aichele, Reinold (1), Merz (4), Schlemmer (3), Wecker (5), Kriessler (2), Fischer (1), Fingerle (1), M. Schlemmer, Grimm, Pollich (2), Weber

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