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„Kirchheimer Sommer“ startet durch

Veranstaltungen Bis Ende September gibt es in der Stadt Hunderte größere und kleinere Events für jeden Geschmack und alle Altersgruppen. Den Auftakt machte Oberbürgermeister Dr. Pascal Bader. Von Günter Kahlert

Musikalischer Start in den „Kirchheimer Sommer“ mit Oberbürgermeister Pascal Bader am E-PianoFoto: Günter Kahlert
Musikalischer Start in den „Kirchheimer Sommer“ mit Oberbürgermeister Pascal Bader am E-PianoFoto: Günter Kahlert

Der Einstieg ist sicher ungewöhnlich. Stadtoberhäupter pflegen in der Regel zunächst ihre Rede zu absolvieren, danach gibt’s Musik. Zur Eröffnung des „Kirchheimer Sommers“ am Samstag vor dem Rathaus setzte sich OB Pascal Bader aber erst mal selbst ans E-Piano und spielte mit dem Duo „Vocal Affair“ Max Giesingers „Auf das was da noch kommt“. Passender und lockerer Auftakt für den Start in den „Kirchheimer Sommer“. Das Ganze in einer belebten Stadt bei strahlendem Sonnenschein und offenbar gut gelaunten Menschen - perfekt.

Natürlich vergisst der OB bei seiner Begrüßung nicht, die drei vorangegangenen Tage zu erwähnen: der Hotspot Kirchheim im Ausnahmezustand, Unwetter, große Schäden und 150 Einsätze der Hilfskräfte von Feuerwehr, DRK und THW. Er erzählte auch, dass das DRK über Nacht aus Berlin Bautrockner besorgt hat, die sich die Kirchheimer beim DRK-Lager Hohen Reisach ausleihen können. Soviel zum Krisenmanagement.

Dann aber ist das Thema der „Kirchheimer Sommer“. „Die Resonanz auf den Kultursommer im letzten Jahr war so positiv, dass es keine Frage war, es 2021 wieder zu machen“, meint er. Mit deutlich mehr Veranstaltungen. „Letztes Jahr waren es etwas mehr als 200, wir sind jetzt schon bei 280 und bis Ende September könnten es 400 sein“, vermeldet er ein bisschen stolz. Eine detaillierte Auflistung würde zweifellos den Rahmen sprengen - zumal noch ständig welche dazukommen. Sinnvoller ist es auf die Internetseite der Stadt zu schauen, da gibt es alle Infos und Aktualisierungen.

Die Bandbreite ist jedenfalls bemerkenswert. Von Yoga, Hula Hoop, Sport, Märchenerzähler und Kunst-Führungen bis zu Theater, Chorgesang und Musik aller Genres. „Wir wollen ein Programm, das alle Altersgruppen anspricht“, erläutert Abteilungsleiter Kultur Frank Bauer die Zielsetzung im „Kirchheimer Sommer“. Persönliche Highlights? Er überlegt. „Kann man so nicht sagen“, meint er, „sicherlich ist das Gastspiel des Karlsruher Kammertheaters mit vier Musicals vom 7. bis 11. Juli auf dem Martinskirchplatz etwas Besonderes, aber das soll andere Events nicht abwerten.“

Größte Einzelveranstaltung wird wohl das Sommernachtskino auf dem Martinskirchplatz sein und auch das Kirchheimer Weindorf scheint möglich. „Wir planen auf jeden Fall damit, man muss sehen was mit der dann aktuellen Corona-Verordnung möglich ist“, meint Pascal Bader im Gespräch. Momentan scheinen die Zeichen gut zu stehen, der vielzitierte Inzidenzwert liegt seit Tagen unter zehn im einstelligen Bereich.

Die Resonanz auf die Sommeraktionen hat bei Pascal Bader und seiner Mannschaft noch weitere Überlegungen angestoßen. „Wir denken auch darüber nach, wie wir mit diesen Erfahrungen das Stadtfest künftig gestalten.“ Dabei, so Bader, gehe es nicht um einen Ersatz, sondern um eine Erweiterung, es noch attraktiver zu machen. Sicherlich eine beruhigende Nachricht für die vielen Vereine, die sich bei dem Kirchheimer Event nicht nur zeigen, sondern auch durch Speisen- und Getränkeverkauf etwas für ihre Vereinskasse tun können. Aber das ist noch Zukunftsmusik, jetzt startet erst mal der „Kirchheimer Sommer“ 2021 durch.

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