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Klare Fragen führen zum Ergebnis

Zur Berichterstattung über den geplanten Industrie-Vorhaltestandort Hungerberg

Vielfältige Informationen sind inzwischen ausgetauscht worden, die für manche zur Verwirrung führen. Ich denke, man „sieht“ wieder klarer, wenn man sich Antworten auf naheliegende Fragen gibt, um die Argumente der letzten Monate abzuwägen:

Haben wir hier um Dettingen und Kirchheim eine hohe Arbeitslosenquote? Nein, unsere Region floriert wie kaum eine andere! Haben wir hier in der Region genügend Arbeitsplätze? Offensichtlich ja, es fehlen sogar vielfach Arbeitskräfte! Was würde ein neues Gewerbegebiet am Hungerberg dann zwangsläufig mit sich bringen? Es fehlen noch mehr ­Arbeitskräfte, die zuziehen müssten. Haben wir hier genügend gute landwirtschaftliche Flächen? Nein, deshalb gingen ja circa 60 Landwirte aus der gesamten Gegend zum Protest in Dettingen auf die Straße! Haben wir hier genügend Wohnraum? Nein, im Gegenteil: Menschen ziehen aus Kirchheim wegen zu hoher Mieten weg, andere finden keine Wohnung. Sind die Menschen hier nicht schon genug mit Lärm und Verkehrsproblemen geplagt? Doch, aber es könnte noch schlimmer kommen. Beteuern Politiker nicht ständig, dass nicht noch mehr Fläche versiegelt werden soll? Doch, aber manche wollen hier das Gegenteil! Ist uns eine schöne Heimat um die Teck wichtig oder nicht? . . .

Wer diese Sachverhalte so oder ähnlich sieht und wem auch künftig heimatnah erzeugte Lebensmittel wichtiger sind als importierte, kann doch nur zu einem einzigen klaren Ergebnis kommen: Wir brauchen kein Industriegebiet am Hungerberg, denn zubetonierte Natur schadet bekanntlich dem Klima. Daher muss der Hungerberg in seiner jetzigen Form als Natur-, Agrar- und Naherholungsgebiet erhalten bleiben!

Susanne Grabl, Kirchheim

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