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Klein, aber oho

Spendenaktion Mit einem 21 Kilo schweren Baumstamm auf den Schultern ist der Dettinger Anton Klein 38 Kilometer für den guten Zweck gelaufen. Von Reimund Elbe

Seine Laufstrecke führte Anton Klein auch auf die Limburg. Foto: pr
Seine Laufstrecke führte Anton Klein auch auf die Limburg. Foto: pr

Der Dettinger Baumstammläufer war wieder auf Tour - erneut für einen guten Zweck. Rund neun Monate nach (s)einem viel beachteten Silvester-Sololauf auf die Teck, bei dem er 2288 Euro für die Teckboten-Weihnachtsaktion gesammelt hatte, schulterte Anton Klein diesmal den 21 Kilogramm schweren Stamm zugunsten der Malteser. „Da coronabedingt kaum Veranstaltungen für gemeinnützige Zwecke stattfinden, wollte ich selbst etwas auf die Beine stellen“, begründete der Ausdauersportler seine Motivation.

Der Spendenerlös soll nun den Malteser Hilfsdienst bei der Beschaffung eines sogenannten First-Responder-Fahrzeugs für Dettingen unterstützen - First Responder beziehungsweise Helfende vor Ort ergänzen die Rettungskette, werden bei einem medizinischen Notfall neben dem Rettungsdienst und dem Notarzt alarmiert. „Um schneller am Ort des Notfallgeschehens zu sein und eventuelle Unfall- und Notfallstellen abzusichern, ist es wichtig, dass die ehrenamtlichen Einsatzkräfte ein adäquates Einsatzfahrzeug bekommen, das über Blaulicht, Sondersignal und Funk verfügt“, beleuchtet Anton Klein die Hintergründe. Bedingt durch ihre örtliche Nähe brächten sie einen massiven zeitlichen Vorteil und könnten so die Zeit zwischen Notfall und Eintreffen des Rettungsdienstes und des Notarztes überbrücken.

Start in der Morgendämmerung

Der Baumstammläufer nahm sich eine 35 Kilometer lange Strecke vor: Von seinem Wohnort Dettingen joggte der rüstige Rentner in der Morgendämmerung zunächst über Nabern nach Weilheim. „Auf der Limburg erlebte ich einen herrlichen Sonnenaufgang“, schwärmt der 65-Jährige immer noch von dem morgendlichen Naturerlebnis. Weitere Stationen: Hepsisau, das Zipfelbachtal, Randecker Maar inklusive eines Besuchs bei den Ornithologen an der Forschungsstation, durchs Schopflocher Moor, auf den Rauber, schließlich über die Teck zurück nach Dettingen. Am Ende summierten sich 38 Kilometer Strecke, 1200 Höhenmeter und neun Stunden Dauer - mehr als geplant. „Ich bin noch einen Umweg gelaufen“, lacht Anton Klein.

Rund 300 Euro sammelte der Dettinger unterwegs, weitere 500 Euro packte die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen drauf. „Es war strapaziös, aber es hat sich gelohnt“, stellte Klein im Ziel glücklich fest. Besonders schön seien die vielen Begegnungen mit Wandernden, Spaziergängern und anderen Freizeitgestaltern gewesen. „Mit der aktuellen Aktion möchte ich auch zeigen, wie wichtig ehrenamtlich Helfende im Rettungswesen sind“, betont der Baumstammläufer.

1 Wer das aktuelle Vorhaben von Anton Klein ebenfalls unterstützen möchte, kann dies unter dem Suchbegriff „Dettingen“ tun unter www.betterplace.org

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