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Klimawandel beschleunigt sich

Zum geplanten Gewerbegebiet auf dem Hungerberg

In diesen Tagen wird der Grünzug „Hungerberg“ durch die Regionalversammlung aufgehoben. Die Aufhebung eines weiteren Grünzugs, Nähe Ausfahrt A 8 Weilheim, soll folgen. Grünzüge sind Flächen, die im Raumplan extra zur Grundwasserneubildung, zur Frisch-/Kaltluftbildung, zum Artenschutz, zur Erholung u. a. ausgewiesen werden. Sie sind also ein äußerst wichtiges Instrument für den Klimaschutz. Doch was geschieht hier: Angetrieben durch Wirtschaftsförderer und die ihnen nahestehenden Fraktionen wird einfach der Raumplan umgeschrieben und mit dem Regionalplanänderungsverfahren wird aus einem Grünzug ein „Vorhaltestandort für Industrie und Gewerbe“. Genau in dem Moment, in dem wir alle Anstrengungen auf die Klimaziele richten sollten, wird in unserer Region das Gegenteil unternommen!

Dabei sind die Vorgehensweisen sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für die beteiligten Gemeinderäte der Verwaltungsgemeinschaft Dettingen-Kirchheim-Notzingen alles andere als transparent. Ein unbekannter Investor steht im Raum. Wenn es ihn gibt, dann ist er ganz sicher nicht aus dem Gebiet der betroffenen Verwaltungsgemeinschaft mit entsprechenden Folgen für Verkehrsaufkommen und so weiter.

Die Bewegung Fridays for Future hat Recht: Wie viele Ausnahmen sollen noch gemacht werden, wie viele Raumpläne noch umgeschrieben werden, bis endlich der Klimaschutz an die erste Stelle rückt? Wenn die Flächen überhaupt für etwas „vorgehalten“ werden sollen, dann im Sinne des Klimaschutzes für die zukünftige Generation, die uns zu Recht vehement dazu ermahnt.

Deshalb der dringende Appell an alle, die darüber abstimmen, Gemeinderäte, Bürgerinnen und Bürger: Stimmen Sie gegen die Gewerbegebiete Hungerberg und Bohnau Süd! Stimmen Sie für den Klimaschutz!

Ulrike Lörcher-Lysko und Ingo Nachfolger, Kirchheim

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