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Kloake Bahnhof Kirchheim

An einem Feiertag wollten meine Frau und ich mit der S-Bahn nach Stuttgart in die Oper fahren. Als wir auf dem Kirchheimer Bahnhof warteten, fuhr ein in moderner Sportkleidung gut und teuer ausgerüsteter Mountainbiker an den Abgang zur Unterführung, stellte dort sein Fahrrad wie selbstverständlich ab, verschwand in der Unterführung, und pisste, wie schon offensichtlich ein Dutzend andere vor ihm, unbekümmert in eine Ecke. Dann radelte er mit heiterer Unschuldsmiene weiter. Bei unserem nächsten Besuch auf dem Kirchheimer Bahnhof wiederholte sich ein ähnlicher Vorgang mit dem gleichen Ergebnis: Eine von Pisse überschwemmte stinkende, abstoßende Bahnhofsunterführung. Ich sprach den jungen Mann an und forderte ihn auf, solches Tun abzustellen. Er versprach es.

Auf dem Kirchheimer Bahnhof gibt es im Westbereich, vom überdachten Wartebereich aus relativ schwer einsehbar, ein Bezahl-WC. Ist es denn so unmöglich, beim Abgang zur Unterführung ein Hinweisschild auf dieses 50 Meter entfernte WC anzubringen? Und die Bahnhofsunterführung etwas besser auszuleuchten und technisch mit Kameras zu überwachen? Müssen denn alle unsere Besucher, wenn sie mit der S-Bahn das Ludwig-Uhland-Gymnasium oder seine Sporthalle erreichen wollen, zuerst durch Kirchheimer Urin-Seen waten?

Fritz Heinzelmann, Kirchheim, Verschönerungsverein

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