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Kolonialzeit ist nicht zu Ende

Zum Leserbrief „Die Mär vom bösen Westen“ vom 21. April

Wenn ich Hans Richard gut verstanden habe, ist der Westen das Maß aller Dinge. Nur wir haben uns zum Guten entwickelt. Alles andere sind nur ideologische Argumente der bösen Linken: dass noch heute westliche Firmen Waren zu Hungerpreisen abnehmen und diese auch noch oft drücken, dass heute noch Ölkonzerne ganze Landstriche verseuchen, um des Profitwillens, dass die EU Agrarprodukte auf dem Markt der sogenannten unterentwickelten Länder zu Preisen wirft, wo die heimische Produktion nicht konkurrieren kann, und auch noch teure Mittel von Konzernen zum Kaufen genötigt werden. Wie gesagt, das sind nur Hirngespinste der bösen Linken. Und ja, wenn man dies alles in Betracht zieht, ist die Kolonialzeit noch nicht zu Ende!

Vielleicht bin ich damit allein, aber das ist meine Meinung. Ich möchte noch betonen, dass ich weder der einen noch der anderen Partei den Vorzug gebe. Keine kann mich bis heute so richtig überzeugen.

Gustav Schmidt, Weilheim

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