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Kommentar: Desinteresse erschreckt

Nicht einmal fünf Prozent aller Vereine waren beim Sportkreistag am vergangenen Samstag in Kirchheim vertreten. Enttäuschend wenige. Dieser Fall von Desinteresse wirft vor allen Dingen ein schlechtes Licht auf die Klubs selbst. Die schwache Resonanz ist umso peinlicher, weil der aktuelle WLSB-Präsident sowie die Kirchheimer Oberbürgermeisterin und zwei Landtagsabgeordnete vor Ort das Desaster live miterleben mussten. Erstaunlich ist die Lethargie der Vereine auch, weil der Sportkreis als Servicepartner für die Vereine eine tragende Rolle spielt. Die Nichtteilnahme ist schon allein aus diesem Gesichtspunkt unsolidarisch. Wenn zudem bei einem Vereinsjubiläum manch Klubvorsitzender in Sonntagsreden den Mangel an ehrenamtlichem Engagement anprangert, sollte er nicht vergessen, dass auch Personen wie Sportkreis-Präsident Ostwald und dessen Team Ehrenämtler sind, die ihre Freizeit für die Vereine opfern. Ohne diese Personen gäbe es ein Problem mehr für viele Vereine. Allerdings muss sich der Sportkreis kritisch hinterfragen, weshalb das Tagungsangebot nur so mangelhaft angenommen wird. Einen richtigen Weg hat der Sportkreis mit Impulsreferaten wie vor zwei Jahren zum demografischen Wandel und dessen Auswirkungen auf die Sportvereine oder diesmal zum Thema Sportvereinszentren bereits eingeschlagen. Doch solche Exklusivinformationen allein scheinen nicht zu genügen. Ursachenforschung ist angesagt - zum einen beim Sportkreis, zum anderen jedoch noch viel intensiver in den Führungsgremien der Vereine. Reimund Elbe


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