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Kopfschütteln über BUND

Zum Artikel „Einfamilienhäuser helfen uns nicht“ vom 6. August

Über die Forderung der BUND-Landesvorsitzenden, zwei Prozent der Landesfläche für den Ausbau erneuerbarer Energien auszuweisen, kann ich nur den Kopf schütteln. Die Nutzung eines geringen Teils der bereits bebauten Flächen reicht zur Energieversorgung völlig aus. Das wurde mehrfach errechnet. Windkrafträder sind optische Ärgernisse und werden für Großvögel oft zu Todesfallen. Der Klimawandel lässt sich nicht allein mit erneuerbarer Energie, Abschaltung der Kohlekraftwerke und Verbot von Verbrennungsmotoren völlig verhindern.

Es sind auch die kleinen Umweltsünden der vergangenen Jahrzehnte! Das direkt - oder über Drainage in die Kanalisation abgeleitete Regenwasser wird dem natürlichen Kreislauf entzogen. Die Folgen sind ausgetrocknete Wiesen und Böden mit Absenkung des Grundwasserspiegels. Allein das wirkt sich negativ auf das Mikroklima aus. Betonierte Regenrückhaltebecken dürfen nur die Ausnahme sein. Wichtiger ist es, den Niederschlägen natürliche Ausbreitungsflächen zu bieten. Das kommt dem Artenschutz und der Artenvielfalt zugute.

Selbstverständlich müssen mehr Wohneinheiten auf möglichst weniger Fläche geschaffen werden. Kein Wort über neue Konzepte, die den Energiebedarf dieser Bauformen weitgehend selbst decken und sogar noch Strom ins Netz abgeben können. Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass begrünte Dachflächen im Sommer kühlen und im Winter isolieren. Auch das verringert den Energiebedarf. An keiner Stelle wird auf nutzbare Erdwärme hingewiesen.

Frau Pilarsky-Grosch sei angeraten, sich mit dem Gedankengut eines der BUND-Gründungsmitglieder - dem Wissenschaftsjournalisten Horst Stern - zu befassen, der schon vor einem halben Jahrhundert in TV-Serien und Dokumentationen auf die Problematik des Natur- und Umweltschutzes hinwies.

Herbert Woyna,

Bissingen

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