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Krankenstand im Kreis Esslingen ist leicht gesunken

Kreis. Der Krankenstand im Kreis Esslingen ist 2020 im Vergleich zu 2019 von 5,0 auf 4,9 Prozent nur minimal gesunken. Damit liegt er weiterhin unter dem bundesweiten Wert von 5,4 Prozent und dem landesweiten Wert von 5,2 Prozent. Das geht aus dem aktuellem AOK-Gesundheitsbericht 2020 zu den Fehlzeiten hervor. Statistisch gesehen entfielen 2020 auf jedes AOK-Mitglied im Landkreis Esslingen 18 Arbeitsunfähigkeitstage (2019: 18,1). Die durchschnittliche Krankheitsdauer pro Fall lag 2020 bei 11,5 Kalendertagen (2019: 9,7).

Wie oft sich Arbeitnehmer krankmelden, hängt stark von ihrem Beruf ab. Die meisten Fehltage unter den AOK-Mitgliedern hatten erneut die Beschäftigten in der Öffentlichen Verwaltung (6,3 Prozent), gefolgt von den Branchen Verkehr/Transport (5,5 Prozent) und verarbeitendes Gewerbe (5,3 Prozent). Am wenigsten Krankschreibungen gab es in der Land- und Forstwirtschaft (2,1 Prozent).

Häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit waren Erkrankungen der Atemwege (22,5 Prozent; 2019: 25,4 Prozent), gefolgt von Muskel- und Skeletterkrankungen (15,2 Prozent; 2019: 14,9 Prozent)), Verdauung (6,8 Prozent; 2019: 7,2 Prozent) und Verletzungen (5,8 Prozent; 2019: 6,0 Prozent). Muskel- und Skeletterkrankungen waren 2020 wieder der Grund für die längsten Ausfälle und verursachten rund ein Fünftel aller Krankheitstage. Psychische Erkrankungen machten 4,9 Prozent der Krankmeldungen aus. Allerdings lag ihr Anteil an den Krankheitstagen bei 11,2 Prozent.

Laut AOK-Gesundheitsbericht steigt mit zunehmendem Alter (ab 40 Jahren) der Krankenstand kontinuierlich an und erreicht in der Altersgruppe der 60- bis 64-Jährigen seinen Höchststand. Männer melden sich häufiger krank als Frauen. pm

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