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Kreativ sein bei den Richtlinien

Zum Kommentar „Der kürzeste Weg zählt“ vom 20. Juli

Als alter Kirchheimer, der in der Henriettenstraße aufgewachsen ist und 43 Jahre für die Verkehrsplanung für Wuppertal verantwortlich war, möchte ich dem Kommentator Andreas Volz uneingeschränkt zustimmen. Dies erlaube ich mir, weil ich als damals erster Fußgängerbeauftragter Deutschlands genau diese Erfahrung gemacht habe: Fußgänger suchen sich immer den kürzesten Weg, also müssen wir Verkehrsplaner es so einreichten, dass dies auch ein sicherer Weg ist. Die Überwege sollten sehr gut beleuchtet werden - was unter der Steingaubrücke ja sogar optimal möglich wäre - und in Nordrhein-Westfalen haben wir dann zusätzlich auch noch an den Masten der Verkehrszeichen gut erkennbare blau-weiße Banderolen angebracht, um eine noch größere Aufmerksamkeit für Autofahrer zu erzeugen. Die Verkehrskommission möchte ich einfach ermuntern, hier im Sinne der Fußgänger und der erlaubten Möglichkeiten und Spielräume in den Richtlinien und Empfehlungen kreativ zu sein.

Rainer Widmann, Wuppertal

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