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Kreis-Asse stechen acht Mal

Leichtathletik Bei den baden-württembergischen Jugendmeisterschaften in Karlsbad gab es acht Medaillen für die Athleten aus dem Leichtathletik-Kreis Esslingen. Von Martin Moll

Lauryn Schopp von der LG Teck wurde Sechste in Karlsbad. Foto: Ralf Görlitz
Lauryn Schopp von der LG Teck wurde Sechste in Karlsbad. Foto: Ralf Görlitz

Das Wettkampfgeschehen in der Leichtathletik erreicht allmählich wieder „Vor-Corona-Niveau“. Bei den Landesmeisterschaften in Karlsbad haben auch die Athleten aus dem Kreis Esslingen für Aufsehen gesorgt. Allen voran Tizian Lauria, der zuvor die Teilnahme an der U20-EM knapp verpasst hatte, überzeugte nun bei den Landes- titelkämpfen im Kugelstoßen mit neuer persönlicher Bestleistung von 19,50 Metern. Mit dieser Weite gewann der Stettener überlegen den Titel. Auch im Diskuswerfen behielt der 18-Jährige, der für den VfL Sindelfingen startet, mit 54,49 Metern die Oberhand.

Eine starke Leistung zeigte Luca Madeo (LG Filder) über 3000 Meter in 9.02,57 Minuten. Im Ziel betrug der Vorsprung des 18-jährigen Nellingers über eine halbe Minute. Überzeugen konnten auch Lukas Löw (LG Filder/Denkendorf) im Weitsprung der U20 mit 6,66 Metern (Platz drei) und Maurice Meißner (LG Leinfelden-Echterdingen) als Zweiter über 110 Meter Hürden in 15,43 Sekunden.

Ein Lebenszeichen gibt es von Alisia Freitag aus Esslingen. Die 19-jährige mehrfache Landes- und Bundesmeisterin über die Mittel- und Langstrecken hat sich nach zwei schwierigen Jahren und einem zwischenzeitlichen Wechsel von der TSG Esslingen zur TSG Heilbronn mit dem sechsten Platz über 800 Meter in 2.15,14 Minuten zurückgemeldet. Die Siegerzeit von Sophia Kremsler (Spvgg Mössingen) von 2.11,09 Minuten wäre für Freitag, deren Bestzeit bei 2.09,70 Minuten liegt, unter verletzungsfreien Umständen kein Problem gewesen.

Etwas mehr erwartet als die 31,61 Meter im Speerwerfen hatte sich Lauryn Schopp von der LG Teck. Was beim Einwerfen vielversprechend ausgesehen hatte, nämlich Weiten um die 35 Meter, konnte die 18-jährige Weilheimerin in den entscheidenden Momenten nicht umsetzen. So blieb am Ende ein etwas enttäuschender sechster Platz.

Silber nach Frickenhausen

Bei der männlichen U18 holte der erst 15-jährige Konstantinos Pindonis vom TSV Frickenhausen im Diskuswerfen mit 45,33 Metern hinter Joshua Stallbaum (TSV Schmiden/47,47) Silber. Der DLV-Jahresbeste der M15 (55,90) lag bis zum vierten Durchgang auf Platz eins, ehe Stallbaum die Führung mit 46,95 Metern übernahm und diese im letzten Durchgang auf 47,47 Meter ausbaute. Pindonis konnte immerhin seine Bestleistung mit der 1,5 Kilo schweren Scheibe um über zwei Meter verbessern. Dritter wurde Pascal Schnepp (LG Filder/ 41,08).

Nicht gut lief es für Matteo Redinger vom TSV Frickenhausen über 100 Meter. 11,41 Sekunden im Vorlauf reichten nur für das B-Finale, in dem Redinger, dessen Bestzeit bei 11,10 Sekunden liegt, in 11,44 Sekunden Fünfter wurde. Landesmeister der U18 wurde Heiko Gussmann (LG Karlsruhe) in 10,78 Sekunden.

Den einzigen U18-Titel in den Kreis holte Julian Graubner von der LG Leinfelden-Echterdingen über 400 Meter in 50,50 Sekunden vor Alexander Stepanov (VfL Sindelfingen/51,25). Über 400 Meter Hürden lief Graubner in 56,52 Sekunden so schnell wie nie zuvor, was mit dem dritten Platz hinter Maximilian Köhler (LG Karlsruhe/53,74) und Tim Schröck (TSG Niefern/56,36) belohnt wurde.

Die einzige Medaille bei den U18-Mädels gewann Clara Sophie Wagner (LG Filder) über 100 Meter in 12,50 Sekunden. Nur ein Mal ist die Stettenerin mit 12,43 Sekunden schneller gelaufen, vor Corona im Jahr 2019. Den Titel über 100 Meter sicherte sich Tara Aykit (Neckarsulmer Sportunion) in 12,16 Sekunden.

Ansonsten gab es gleich vier vierte Plätze durch Kreisathleten. So lief Julia Abröll aus Nürtingen (LAV Tübingen) die 1500 Meter in neuer persönlicher Bestzeit von 4.44,12 Minuten, Emily Lichtmaneker (LG Filder/Bonlanden) steigerte sich über 400 Meter Hürden um über drei Sekunden auf 65,19 Sekunden, Amelie Reichert (LG Filder/Köngen) erzielte im Dreisprung 11,38 Meter und Kira Stanietz (LG Filder/Denkendorf) beförderte die Kugel auf 13,18 Meter.

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