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Kritik an der Kapitänin

Es liegt im Interesse, die Leistung unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht zu schmälern, son-dern größtenteils anzuerkennen, aber richtig ist auch, liebe Frau Merkel: Sie haben es ermöglicht, während Ihrer politischen Lauf-bahn hohe Anerkennung zu er-werben bei Ihren EU-Partnern und im Bundestag. Niemand traut sich Ihnen gegenüber in der CDU, auch nur die Hand zu erheben. Selbst Helmut Kohl hatte die CDU nicht besser im Griff.

Es liegt auch an der Art und Weise, wie geführt wurde, dass die Lage der CDU so schlecht ist und die Grünen so viel Erfolg haben. Die Konsequenz ist klar: „Passen wir uns dem Zeitgeist an, machen wir uns überflüssig, siehe Baden-Württemberg. Schon 2011 war die Lage so schlecht, dass es für die Grünen im Ländle ein Leichtes war, den konservativen Ministerpräsidenten zu beerben. Die Offiziere sind bei der CDU von Bord gegangen, übrig bleiben nur noch Bootsleute und die Kapitänin.

Ich möchte meine ­Äußerungen nicht als Attacke verstanden wissen, sondern als Diskussionsbeitrag „von jemandem, der nichts mehr werden will“. Schaffen wir Trends, so machen wir uns interessant. Es wäre höchste Zeit für die CDU, wieder stärker zu betonen das „Ja zur Freiheit, zur Vielfalt“: Nicht allen das Gleiche, sondern jedem das Seine. Ein Schlusswort von unserem ehemaligen „Cleverle“ Lothar Späth: „Warum nicht die Welt mit Leistung ,bedrohen‘?“ Werde der Zoo mit regelmäßigen Fütterungszeiten nicht aufgelöst, sprängen eines Tages die wilden Tiger von außen über die Mauer - und fräßen den Wärter.

Franz Pfeffer, Dettingen

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