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Kritischer Journalismus

Zu den Leserbriefen „An Projekten weiterarbeiten“ vom 20. Dezember und „Investition in die Zukunft“ vom 21. Dezember

Ich verfolge seit geraumer Zeit die lokalpolitischen Kommentare von Andreas Volz und stelle immer wieder fest, dass seine Einschätzungen zu Sachthemen und Beschlüssen des Gemeinderats sich weitgehend mit den meinigen decken. Dass er jetzt in Sachen Erhöhung der Parkgebühren und „Klimaschutzmanager“ - welch hochtrabender Begriff - durch Frau Bur am Orde-Käß und Frau Dr. Oberhauser gleich unter Doppelbeschuss kommt, kann nicht unwidersprochen bleiben.

Es sei vorausgeschickt, dass man a priori nicht alles gut finden muss, was im Kirchheimer Gemeinderat in den letzten Jahren beschlossen worden ist, als da wäre: eingerichtete, dann wieder abgeschaffte Radfahrerampel am Teckcenter, überteuerte Beleuchtung in der Marktstraße, Katzenkopfpflaster des Schlossplatzes, über das kein Rollstuhlfahrer kommt, erster Beschluss zu Neugestaltung des „Waldhorns“, neuer Kiosk am „Wachthaus“ mit Barackencharme, und, und . . . Schon deshalb braucht es den kritischen Blick von Herrn Volz oder anderen und keine „Hofberichterstattung“!

Ob Kirchheim eine Vollzeitstelle für einen Klimaschutzmanager braucht oder nicht, sei dahingestellt, die Freien Wähler und die CDU im Gemeinderat sahen das offenbar anders als der Rest. Ist überhaupt einmal geprüft worden, ob durch Umschichtung innerhalb des bestehenden Personals und entsprechender Fortbildung der infrage kommenden Personen diese Aufgabe nicht auch hätte verwaltungsintern geschultert werden können? Was die Kosten für die Stelle anbelangt, scheinen die beiden Schreiberinnen sich auch nicht einig zu sein: 200 000 für drei Jahre (Bur am Orde-Käß) oder 40 000 pro Jahr (Oberhauser)?

Dr. Ernst Kemmner, Kirchheim

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