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Kritisches Denken nicht verlernen

Zum Leserbrief „Keine fruchtbare Diskussion“ vom 26. November

Zufällig wurde ich Zeugin der Diskussion zwischen der Geschichtslehrerin und dem Querdenker bei der Demonstration vom 19. November. Mit den Querdenkern habe ich absolut nichts zu tun, ich halte mich nur für jemanden, der kritisches Denken noch nicht verlernt hat. Auf meine Frage, was sie ihren Schülern antworte, wenn sie gefragt wird, wer von der Coronakrise profitiert, sagte sie: „Das bin ich noch nie gefragt worden, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.“ Ich finde, dass man das von einer Geschichtslehrerin aber erwarten könne und dass ich der Meinung bin, dass Amazon von der Krise profitiert. Der Querdenker sagte dann, ob das Virus wohl absichtlich freigesetzt wurde, um der Weltwirtschaft zu schaden im Interesse Chinas. Darauf antwortete die Geschichtslehrerin, dass ihr das zu blöd wird, und ließ uns stehen.

Vielleicht sollte sie sich mal mit der Rolle der Bill-Gates-Stiftung, Steuergeldern und der Zulassung des Impfstoffs befassen. Eine Verbindung zwischen Amazon, China und der Bill-Gates-Stiftung, wie sie behauptet, wurde weder von mir noch vom „freundlichen Mann“ der Querdenker hergestellt. Die Frage ist: Nimmt sie es in ihrem Geschichtsunterricht mit der Faktentreue genauso ernst wie mit der Beschreibung des von ihr geschilderten Gesprächs? Oder fabuliert sie sich ihre persönlichen Fake-Facts zusammen, die so nie stattgefunden haben?

Sicher ist eines: Manche ideologisch verblendeten Lehrer agieren als Handlanger der Politik, die ihren Schülern und am liebsten uns allen das kritische Denken und das Hinterfragen von Sachverhalten abgewöhnen wollen. Ein gehirngewaschenes, obrigkeitshöriges Wahlvolk kann problemlos „durchregiert“ werden und lässt sich jetzt sicher auch widerstandslos impfen.

Susanne Weber, Kirchheim

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