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Kulturelles Erbe bewahren

Der Verein Zweitakterz Süd mit Sitz in Denkendorf wurde bereits im Jahr 2014 gegründet. Entstanden ist er aus einer Gruppe von Wartburg-Fahrer, die sich über soziale Medien zu einer Ausfahrt verabredet hatten. Vereinsziel ist es, „das kulturelle Erbe historischer Fahrzeuge mit dem Zweitaktmotor und Fahrzeuge aus dem ehemaligen Ostblock“ zu bewahren. Das „z“ am Ende des Vereinsnamens sei ein spontaner Einfall gewesen, quasi statt eines Plural-S. Derzeit hat der Verein insgesamt rund 45 Mitglieder aus einem Umkreis von rund 80 Kilometern.

Viele der Fahrzeuge die jetzt in Denkendorf zu sehen waren, stammen aus den 1970er- und 80er-Jahren und haben die Wende teilweise in Ungarn miterlebt. Das älteste Fahrzeug war ein sächsisches „Wanderer“-Motorrad von 1940. Eine ganze Reihe historischer Kleinkrafträder reiht sich in der Mitte des Platzes aneinander. Edwin Hirsch ist mit seinem 1964 in Stuttgart gebauten Cabrio der Marke „Auto-Union“ gekommen. Sein Schätzchen mit weißer Karosserie und roten Ledersitzen ist picobello gepflegt. Klar, dass es nur bei schönem Wetter aus der Garage darf. „Es ist eines der letzten Zwei-Takt-Autos dieser Marke“, erklärt der Oldtimer-Liebhaber. Er weiß um das negative Image der Zweitakter. „Sie stinken und sind leistungsschwach - ökologisch bedenklich, aber sie machen viel Spaß“, gesteht er.

Spendenaktion: Die Vorstandsmitglieder Thomas Sälzle und Thomas Meinicke beteiligen sich demnächst mit einem Wartburg an einer Benefiz-Rundfahrt um die Ostsee. Dafür sammeln die beiden Oldtimer-Fans Spenden für die Aktion „Wünschewagen“ des Arbeiter-Samariter-Bunds Ludwigsburg, der sterbenskranken Menschen ihre letzte Wünsche erfüllt. Weitere Informationen zum Verein gibt es auf der Homepage www.zweitakterzsued.de. urh

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