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Ladehemmung löst große Besorgnis aus

Basketball Wie in den vergangenen Jahren haben die Knights einen Fehlstart in die Zweitliga-Saison hingelegt. Mit dem 70:97 setzte es bereits die zweite Schlappe.

Kein Durchkommen für Ian Dubose: In Karlsruhe lief für die Knights nicht viel zusammen. Foto: Tanja Spindler
Kein Durchkommen für Ian Dubose: In Karlsruhe lief für die Knights nicht viel zusammen. Foto: Tanja Spindler

Das hatten sich die Kirchheimer Basketballer wahrlich anders vorgestellt: Nach der Auftaktniederlage gegen Tübingen kassierten die Kirchheimer Korbjäger auch am zweiten Spieltag gegen Karlsruhe eine hohe Niederlage. Beim 70:97 bereitete dem Trainerteam vor allem die Entwicklung im Spielverlauf große Sorgen. Viele Schlüsselspieler wirken zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison gehemmt.

Zum Auswärtsspiel in Karlsruhe sind Headcoach Igor Perovic und Luka Kamber wieder zur Mannschaft zurückgekehrt. Und die Knights legten im Badischen zunächst auch einen tollen Start hin. Ambitioniert, aggressiv und teamorientiert gingen die Gäste zu Werke. Vieles am Auftreten der Kirchheimer deutete auf eine positive Entwicklung im Vergleich zum ersten Spieltag hin. Die beiden Youngster Aleksa Bulajic und Andi Nicklaus erhielten früh ihre Chance und wussten mit beherztem Einsatz zu überzeugen. Sie leisteten einen wesentlichen Beitrag zur 25:16-Führung, die die Knights bis zur Viertelpause herausgespielt hatten. Auch in den folgenden Minuten bestimmten die Gäste aus Kirchheim das Spielgeschehen, und die mitgereisten Fans sorgten für Heimspielstimmung in der neuen Arena der Lions. Allerdings trügte der Schein, wie sich in den kommenden Minuten herausstellen sollte.

Aufbäumen? Fehlanzeige

Mit zunehmender Spieldauer fiel es den Schwaben schwer zu erfolgreichen Korbabschlüssen zu kommen. Headcoach Igor Perovic musste wechseln und die beiden US-Guards Marlon Stewart und Ian Dubose, der früh mit zwei Fouls auf der Bank Platz nehmen musste, fanden nicht mehr zu ihrem Rhythmus. Der Druck der Karlsruher nahm in dieser Phase des Spiels immer mehr zu und die Hausherren holten den Rückstand Punkt für Punkt auf. Der Ausgleich wurde von den Karlsruher Anhängern genauso frenetisch gefeiert wie die erste Führung.

Der Pausenpfiff rettete die angeschlagenen Ritter in die Kabine. Doch wer nun ein Aufbäumen erwartet hatte, wurde schnell enttäuscht. Karlsruhe blieb dominant und bei den Teckstädtern reihte sich ein Fehler an den nächsten. In der Offensive ging nun nahezu nichts mehr, und auch die Defensive löste sich in ihre Einzelteile auf. Tim Koch zog sich bei einem Zusammenprall eine Hornhautverletzung am Auge zu und musste nach dem Spiel in der Augenklinik behandelt werden. Er wird wohl für einige Tage nicht zur Verfügung stehen.

Beim Zwischenstand von 71:52 nach drei gespielten Vierteln gab es nur wenige Anzeichen, die den Glauben an ein Comeback aufrechterhielten. Nachdem auch die letzten Versuche nochmals ranzukommen scheiterten, gab Perovic der jungen Garde Spielzeit und die Chance Erfahrungen zu sammeln. „Die Situation ist nicht wie in den vergangenen Jahren. Insbesondere die Einstellung, der Umgang mit Drucksituationen und die Mentalität unserer vermeintlichen Leistungsträger geben uns Grund zur Besorgnis und wir werden darauf reagieren. Das hat uns dieses Spiel schonungslos klar gemacht“, erklärte Knights-Geschäftsführer Chris Schmidt.

Aufarbeitungsgespräche laufen

Bereits am gestrigen Sonntag fanden die ersten Aufarbeitungsgespräche statt. Denn die Aufgaben werden nicht einfacher. Am kommenden Samstag erwarten die Kirchheimer das Spitzenteam aus Jena, das mit zwei souveränen Siegen in die Saison gestartet ist.cs

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