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Landkreis gedenkt der Corona-Opfer

Der Esslinger Kreistag hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause der kreisweit 555 Opfer gedacht, die seit Ausbruch der Pandemie an Covid-19 oder in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind. Landrat Heinz Eininger erinnerte in seiner kurzen Rede auch an die, die solidarisch eingestanden seien. An Pflegekräfte und Klinikpersonal, aber auch an jene, die während des Lockdowns ihre wirtschaftliche Existenz verloren hätten.

Bei einer kurzen Geste soll es nicht bleiben. Der Landkreis will im Kommunalwald bei Wernau eine Gedenkstätte einrichten, die dauerhaft an die Opfer der Pandemie erinnern soll. Mit Unterstützung des Kreisforstamts soll dort eine Allee mit 30 Bäumen gepflanzt werden. Sitzbänke mit Infotafeln sollen beitragen, dass die Erinnerung daran wach bleibt.

Eininger nutzte den Anlass, um angesichts der niedrigen Inzidenz vor einer Verharmlosung der Lage zu warnen. Die Infektionszahlen stiegen rasant. Bei den 75 positiven PCR-Tests in der vergangenen Woche handle es sich vor allem um Jugendliche und junge Erwachsene. Im Sommer mit vielen Reiserückkehrern drohe ein Wettlauf zwischen einer nur noch langsam steigenden Impfquote und der sich rasch ausbreitenden Delta-Variante des Virus. „Auch wenn keine Rechtspflicht besteht,“ betonte Eininger. „Impfen ist eine Bürgerpflicht.“

Inzwischen sind 45,8 Prozent der Kreisbewohner vollständig geimpft. 56,8 Prozent hat zumindest eine Impfung erhalten. Das liegt knapp über dem Landesdurchschnitt. Seit Beginn der Pandemie im Februar 2020 wurden im Kreis Esslingen 360 000 Impfungen vorgenommen. Inzwischen wird in den beiden Kreisimpfzentren in Esslingen und auf den Fildern ohne Termin geimpft. Spontan-Impfungen sind auch bei Vor-Ort-Aktionen in Städten und Gemeinden möglich. Bis Ende September ist der Impfbus der Mobilen Impfteams im Kreis unterwegs. Am Rande von Sport- und Kulturveranstaltungen hofft man, vor allem Jüngere zu erreichen.bk

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