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Landschaftsbild würde zerstört

Zum Artikel „Die massive Kritik zeigt Wirkung“ vom 3. Februar

Die großartig angekündigte Reduzierung von 42 auf 21 Hektar entpuppt sich bei genauem Hinschauen als einfache Mogelpackung. Zunächst sollen im Flächennutzungsplan zwar „nur“ 21 Hektar eingeplant werden, allerdings mit der Option später bei Bedarf in weiteren Schritten nachzulegen. Die Begründung des Dettinger Gemeinderats ist unter anderem, dass man mit diesem Vorgehen die Akzeptanz bei der Bevölkerung erhöhen möchte. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass hier auf einer weithin sichtbaren Anhöhe ein Gewerbegebiet entstehen und in späteren Schritten weiter wachsen soll. Damit würde nicht nur das sehr schöne Landschaftsbild dauerhaft zerstört, sondern auch ein Gebiet zur Naherholung.

Hinzu kommt, dass dieses Gebiet im Bereich der Kaltluftzufuhr für Kirchheim liegt. Diese Problematik war bereits ein schwergewichtiges Argument gegen die ursprünglich geplante „Huckepack-Lösung“ der Schnellbahn-Trasse. Damals sollte die Bahnstrecke auf Stützen auf die Autobahn aufgesetzt werden, was dann aber aufgrund des Widerstandes wieder verworfen wurde.

Ich kann nur hoffen, dass der Gemeinderat nochmals über die weitreichenden Konsequenzen für Kirchheim nachdenkt und die Zustimmung zur Grundsatzvereinbarung des strategischen regionalen Vorhaltestandorts verweigert. Ansonsten könnte es passieren, dass Kirchheim in Zukunft einen unrühmlichen Bekanntheitsgrad erreicht, nämlich als die Stadt, die ohne zwingenden Grund ein weithin bekanntes, sehr schönes Landschaftsbild mit der Teck im Hintergrund zerstört hat.

Joachim Gübele, Kirchheim

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