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Landwirte sind mit Herz dabei

Zu den Artikeln „Mehr Sachlichkeit in Sachen Hungerberg“ vom 3. September und „Treckerkolonne legt Dettingen zeitweise lahm“ vom 11. September

Die Bürgerinitiative Hungerberg sowie die Gegenbewegung wünschen sich eine sachliche und konstruktive Diskussion. Wenn ich allerdings im Flyer der Befürworter des Gewerbegebiets Hungerberg lese, dass „vernünftige Menschen“ für eine Umsetzung des Gewerbe­gebiets stimmen müssten, suggeriert es bereits, dass es sich bei den Bürgern, die für den Erhalt des Hungerbergs in seiner ursprüng­lichen Form stehen, um „unvernünftige Menschen“ handelt.

Ich frage mich, ist es unvernünftig, alte Vorhaben neu zu überdenken und an die heutige Situation anzupassen, sich für sauberes Wasser und hochwertige, regionale Lebensmittel zu entscheiden. Die Befürworter des Gewerbegebiets mahnen immer wieder an, dass uns der Wohlstand abhanden kommen wird. Wohlstand ist für mich gerade auch sauberes Wasser, hochwertige Lebensmittel, frische Luft - nicht nur Geld. Geld kann man nicht essen, man kann sich natürlich die Lebensmittel aus anderen Ländern kaufen, die mit Pestiziden belastet sind, um den Transport ohne Schimmel und Ungeziefer bis zu uns zu überstehen. Wir haben die Wahl.

Und bei der Demo am Freitag wurde durch die zahlreichen Traktoren deutlich, dass es hier in der Region noch genügend Landwirte gibt, die mit ganzem Herzen dabei sind, um uns mit regionalen Lebensmitteln zu versorgen, solange wir ihnen die dafür notwendige Fläche lassen.

Elke Diez, Dettingen

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