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Leichtes Spiel beim besten Gegner

Handball Die Frauen der TG Nürtingen gastieren heute beim Zweitliga-Tabellenführer BSV Sachsen Zwickau.

Nürtingen. Die Trauben hängen hoch. Dennoch spricht Simon Hablizel vom einfachsten Spiel, das am heutigen Samstag ab 17 Uhr für ihn und seine Nürtinger Zweitliga-Handballerinnen ansteht. Die TG ist schließlich krasser Außenseiter beim derzeit so starken Spitzenreiter aus Zwickau, der kurz vor der Meisterschaft und dem damit verbundenen Erstliga-Aufstieg steht.

„Keiner erwartet etwas von uns, und wir haben ja bereits im Hinspiel gezeigt, dass wir sie ärgern können“, sagt Simon Hablizel. In der Tat war für die Nürtingerinnen bei Hablizels erstem Spiel als TG-Trainer am 3. Januar etwas drin, wofür auch das 21:23 spricht, das nach 60 Minuten auf der Anzeigetafel stand. „Das ist jetzt natürlich eine ganz andere Situation“, weiß auch der Nürtinger Kommandogeber. Damals stand letztmals Katarina Pandza für sein Team auf der Platte, hinzu kam die zweite Leihgabe des Kooperationspartners TuS Metzingen, Laetitia Quist. Ob zumindest sie in der Sporthalle Zwickau-Neuplanitz für die Turngemeinde auflaufen wird, ist fraglich. Zwar hat die TuS länderspielpausen-bedingt spielfrei, sie plagen im Saisonendspurt aber vor allem im Rückraum große personelle Probleme durch Verletzungen. Auch ohne Quist lief es bei der TG zuletzt beim 27:23-Derbysieg über Herrenberg. „Wir wollen auch Zwickau ärgern“, sagt Hablizel und macht zugleich deutlich: „Für uns wird das kein Ausflug.“

Understatement in Zwickau

Das Fehlen der beiden in dieser Saison bei ihren Einsätzen so dominanten TG-Spielerinnen wirft auch in Zwickau Fragen auf. „In der Hinrunde haben wir uns hauptsächlich auf Pandza und Quist konzentriert“, erinnert sich BSV-Trainer Norman Rentsch, der sich den jüngsten TG-Erfolg angeschaut hat. Dabei sprangen Saskia Wagner und Lea Schuhknecht eindrucksvoll in die Bresche, trugen mit ihren insgesamt 18 Toren die Hauptlast des Sieges und haben auch bei Rentsch gehörig Eindruck hinterlassen. „Man sieht immer wieder, dass Mannschaften, bei denen es um etwas geht, für eine Überraschung sorgen können“, sagt der Zwickauer Coach und blickt dabei auch auf den eigenen Hauptkonkurrenten um den ersten Platz aus Berlin.

Der verlor unlängst 22:23 gegen den Tabellenelften TVB Wuppertal und verspielte dadurch womöglich endgültig die Meisterschaft, wobei der Zwickauer Trainer sich diesbezüglich nicht aus der Reserve locken lassen will. „Die Konstellation ist ganz gut“, untertreibt er bei vier Punkten Vorsprung, lediglich vier noch ausstehenden Partien und einem um 26 Treffer besseren Torverhältnis dann doch ziemlich. jsv

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