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Lenningen modernisiert die Schulen

Technik Um Glasfaserkabel in die Gebäude zu bringen, braucht es auch Erdarbeiten.

Lenningen. Dass in Sachen Digitalisierung an den Schulen etwas getan werden muss, steht außer Frage. Auch in den Lenninger Schulen fehlt es fast überall an schnellem Internet. Der Leiter des Fachbereichs IT und Digitalisierung in der Gemeinde, Michael Jaißle, hat deshalb ein Netzwerk-Infrastrukturkonzept ausgearbeitet. An die Umsetzung des Wort-ungetüms sind keine geringen Kosten gekoppelt: Veranschlagt werden dafür bis zu 238 000 Euro. 80 Prozent davon lassen sich über den Digitalpakt Schule abrufen. Die restlichen 20 Prozent übernimmt der Schulträger. „Für mich ist klar, dass die Technik der Pädagogik folgt“, betont Bürgermeister Michael Schlecht. Erst müsse man wissen, was benötigt werde, dann komme die Technik. Nichtsdestotrotz müsse der „Saft“ stimmen. Sprich, notwendig ist die Verlegung von Glasfaserkabeln. Bislang liegen die längst nicht in allen Lenninger Schulgebäuden. Abhängig vom medienpädagogischen Konzept der jeweiligen Schule ist das Projekt mit weiteren Kosten verbunden: Wartung und Support werden genauso zu Buche schlagen wie die Verkabelung zu den Klassen- beziehungsweise Fachräumen, der Kauf von Endgeräten und Software.

„Der ein oder andere hat zuhause schnelleres Internet als in der Schule.“ Das hat Michael Jaißles Bestandsaufnahme unter anderem ergeben. Hinzu kommt: Die Grund- und Werkrealschule sowie die Realschule in Oberlenningen haben ihr jeweils eigenes Netzwerk. Zudem gibt es mehrere Dienstleister. Bei Problemen herauszufinden, wo es hakt, ist deshalb nicht einfach. All das will der IT-ler besser gestalten und dabei die Vorgaben der von den Schulen erstellten Medienentwicklungspläne beachten. Um effektiver arbeiten zu können, ist ein großes Netzwerk geplant, das von allen Schulen am Schulzentrum genutzt werden kann und das in eher virtuelle Netze unterteilt wird. „Damit bekommen wir alles unter einen Hut, und alle können miteinander kommunizieren“, so benennt Michael Jaißle die Vorteile. Beispielsweise könnten alle Schüler drucken, aber nicht ins Lehrernetz. Um ein gemeinsames Netz zu realisieren, braucht es Verbindungen zwischen den Gebäuden. Teilweise müssen Glasfaserleitungen ergänzt werden. „Der Nachteil sind Erdbaumaßnahmen. Daran führt aber kein Weg vorbei“, sagt der Experte. An das Glasfasernetz angebunden werden sollen auch die Grundschulen in Ober- und Unterlenningen sowie in Schopfloch.

Viel Lob für das Konzept gibt es vonseiten des Gemeinderats. Nun müsse es rasch an die Umsetzung gehen, so der Tenor. Diesbezüglich tritt Jaißle jedoch etwas auf die Bremse: „Wenn wir die Gelder abrufen, läuft die Uhr. Dann müssen wir alles in zwei Jahren durchbekommen.“Anke Kirsammer

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