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Lobbyisten haben erfolgreich agiert

Zum Leserbrief „CDU: Totengräber der Artenvielfalt“ vom 4. Dezember

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Dem Inhalt dieses Leserbriefes von Herrn Lewak, B 90/Die Grünen, stimme ich in allen Punkten uneingeschränkt zu. Ich zähle nicht zu den Wählern dieser Partei. Entscheidend ist nicht das Parteibuch, sondern die sachlich richtige Darstellung und Überzeugung. Dafür ist Herrn Lewak zu danken.

Frau Merkel reist weltweit mit mahnend erhobenem Zeigefinger in ferne Länder und erkennt nicht, was sich in ihrem Land - dessen Kanzlerin sie seit mehr als zwölf Jahren ist - an Unzufriedenheit und Unmut über diese Politik zusammenbraut. Oberstes Ziel ist natürlich der Umweltschutz - aber bitte mit Kohlekraftwerken und Feinstaub. Wo setzt sich bitte Reifen- und Fahrbahnabrieb ab - und mit welcher Wirkung? Gibt es darüber Untersuchungen?

Indirekt haben sie (die Kanzlerin) und die von ihr geleiteten Regierungsparteien die (verdiente) Quittung erhalten. Durch die Verhandlungen zur Jamaika-Koalition, deren Scheitern, und die Verzögerung der anstehenden Regierungsbildung, wurden Themen angesprochen, über die sonst Stillschweigen bewahrt wurde. Zumindest stießen diese in den Medien auf wenig Interesse.

Glyphosat, so viel ist bekannt, tötet nicht direkt, sondern verändert das angeborene und überlebenswichtige Verhalten vieler Insektenarten - auch das der Bienen. Sie finden nicht zu ihren Stöcken zurück und verenden qualvoll. Warum kann oder wird Glyphosat nicht auch hier national verboten? Es ist zu befürchten, dass sowohl in Brüssel als auch auf deutscher (bayerischer) Ebene Lobbyisten sehr erfolgreich agiert haben . . .

Herbert Woyna, Bissingen