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Märkte in Gutenberg

Bereits 1620 wurde in Gutenberg ein neuer Markt eingeführt. Davon berichtet die Ortschronik. Damals verbot der Herzog den Uracher Webern, sich im „Ausland“ - dem Helfen­steinischen Wiesensteig - mit Flachs und Hanf einzudecken. Sie sollten ihre Rohstoffe künftig in Gutenberg kaufen. Der Markt hielt sich jedoch aufgrund des Dreißigjährigen Krieges nur 14 Jahre lang.

Im Jahr 1700 erinnerten sich die Gutenberger an ihre alten Marktrechte. Auch in den umliegenden Dörfern gab es inzwischen Märkte, deshalb wurde beim Herzog der Antrag gestellt, künftig zwei Jahrmärkte abhalten zu dürfen, den einen acht Tage vor Ostern, den anderen am 22. September, acht Tage vor Michaelis. Für den Vieh- und Hanfmarkt um Michaelis bekamen die Gutenberger das Okay. Der zweite Markt wurde erst um das Jahr 1770 genehmigt. Die beiden noch heute stattfindenden Märkte im Frühjahr beziehungsweise im Herbst gehen auf diese alten Traditionen zurück.ank


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