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Markus Söder? - Nein, danke!

Zur Berichterstattung über den Wahlkampf

Hätte Markus Söder sich stets an seine eigenen Beteuerungen gehalten, Laschet zu unterstützen, wie viel besser würde die Union nun kurz vor der Wahl dastehen! Aber nein! Söders eigensinnige Kanzler-Gelüste ließen und lassen ihm keine Ruhe. Letztlich hat der bärbeißige Franke damit sogar seinen bayerischen Landsleuten einen Bärendienst erwiesen. Während Trump zumindest seine eigene Partei geeint hielt, spaltet Söder womöglich sogar die Union.

Wäre Söder mutig genug und wirklich konsequent, würde er in vier Jahren mit der CSU im Bund und nicht nur in Bayern antreten . . . und die CDU auffordern, gleiches in Bayern zu tun. Dann würde er aber wohl schnell feststellen müssen, dass die CSU eine eher marginale Bedeutung im Bund spielte und er somit keine Kanzlermehrheit bekäme. Aber seine Mitbürger in Bayern bekämen endlich die Möglichkeit, ihr Kreuz bei der Union „der Mitte“ und nicht nur „rechts der Mitte“ setzen zu können! Die „Laschet-Inszenierung“ auf dem CSU-Parteitag vom 11. September war eine Farce sondergleichen: Am Ende sogar mit dem Höhepunkt einer zwar realen, aber keineswegs glaubwürdigen zehnminütigen bayerischen „Standing Ovation“. Auch wenn Laschet bei der Union nicht jedermanns Wunschkandidat ist, so zeichnet ihn doch die menschliche Seite des „Einen-Wollens“ aus, und damit er wird dem Anspruch „Union“ eher gerecht! Wir Bürger haben hierzulande zum Glück mehr als nur eine Alternative zur Wahl.

Dr. Peter Leusing, Weilheim

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