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Matsumoto Kenji aus Japan

Matsumoto Kenji sitzt seit mehr als 25 Jahren im Todestrakt. Er wurde 1993 zum Tode verurteilt, da er zwischen 1990 und 1991 gemeinsam mit seinem Bruder zwei separate Raubüberfälle und Morde verübt haben soll. Laut seinem Anwalt wurde er von Polizeiangehörigen unter Druck gesetzt, ein Geständnis abzulegen. Sein Bruder Matsumoto Hiroshi hatte sich bei der Ausstellung des Haftbefehls umgebracht. Das Gericht erkannte zwar an, dass Matsumoto Kenji in einer abhängigen Beziehung zu seinem Bruder stand, entschied aber dennoch, dass er schuldfähig sei, und verurteilte ihn zum Tode. Matsumoto Kenji hat seit seiner Geburt eine geistige Behinderung. Außerdem entwickelte er während seiner langjährigen Einzelhaft eine wahnhafte Störung. Laut seinen Rechtsbeiständen ist Matsumoto Kenji nicht in der Lage, das Verfahren gegen ihn zu verstehen. Bisher wurden alle Anträge auf Begnadigung abgelehnt.


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