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Mehr Dauerparker im Wohngebiet

Zum Artikel „BlessOF wird zum ,Henriettengarten‘“ vom 16.  Februar und dem Leserbrief „Verkehrschaos ist unvermeidlich“ vom 2. März

Lieber Herr Nachbar Schäuffele, Sie befürchten zu Recht eine Verschärfung des Parkproblems, mir geht es genauso. Aber - erstens: Gemeinderatsentscheidungen sind Mehrheitsentscheidungen. Nicht jede Entscheidung wird einstimmig gefällt, es gibt manchmal auch Gegenstimmen! Zweitens: Das Abstimmungsverhalten ist für den Bürger meistens überhaupt nicht nachvollziehbar. Es gibt kein Medium, welches das Abstimmungsverhalten nachvollziehbar dokumentiert.

Drittens: Der Teckbote berichtet oft „neutral“ ohne das Zitieren der Standpunkte der Fraktionen und Gruppierungen. Das ist ein Dilemma in welchem wir Stadträte stecken!

Wir als Christliche Initiative Kirchheim haben uns erst in der letzten Sitzung kritisch zur Parksituation im neuen Steingau-Quartier geäußert. Im Henriettengarten mit 190 Wohneinheiten gibt es nur sehr wenige oberirdische Parkplätze für Besucher. Wir im Argonnenweg und anliegenden Straßen müssen uns definitiv auf mehr Dauerparker aus dem neuen Wohngebiet und Parksuchverkehr einrichten. Dies will aber niemand so richtig gerne hören. Und manchmal habe ich ganz persönlich den Eindruck, dass unsere Stadtplaner meinen, durch „gutes Zureden“ den Anteil am motorisiertem Straßenverkehr in den neuen Wohngebieten reduzieren zu können!

Eine Erhöhung des Stellplatzschlüssels verteuert das Wohnen, wäre aber gerechter. Deutlich mehr Parkplätze für Besucher ebenfalls. Eines wünsche ich mir aber wirklich - unabhängig vom Thema Parken -, dass viele Bürger in den nächsten Monaten vor der Gemeinderatswahl die Sitzungen besuchen und sich direkt ein Bild davon machen, wer was sagt und wer wie abstimmt.

Hans Kiefer, Stadtrat Christliche Initiative Kirchheim CIK

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