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Mehr Würde für ältere Menschen

Zum Artikel „Auf die Todesfälle folgen kritische Fragen“ vom 30.  April

Der Bericht über zehn Bewohner im Alten- und Pflegeheim „Haus an der Teck“ in Dettingen, die aktuell während der Corona-Krise gestorben sind, hat mich sehr erschüttert. Meine Mutter war selbst bis zu ihrem Tod Ende September 2019 Bewohnerin dort.

Folgende Frage stellt sich mir hier: An was sind die Bewohner wirklich gestorben? Um dies herauszufinden, müsste man die Verstorbenen obduzieren, um nicht falsche Schlüsse zu ziehen. Der Gedanke daran, dass die Bewohner keinen Besuch erhalten und nicht die Sonne und die frische Luft genießen durften, ist für mich unerträglich.

Fachleute, die sich mit Immunologie auskennen, betonen, wie wichtig es ist, sich zu bewegen, vor allem für ältere Leute, um Lungen- embolien vorzubeugen. Aber durch die Corona-Maßnahmen und die Panik, die allgemein verbreitet wird, wird dies verhindert. Sind die Bewohner wirklich am Coronavirus gestorben oder eher durch die menschenunwürdigen Corona-Maßnahmen?!

Die Tatsache, dass der Hausarzt nicht informiert wurde und dass die Tests der Kontaktpersonen der infizierten Mitarbeiterin nicht vorgenommen wurden, zeigt doch, dass in unserem Land andere Ziele dahinterstehen und nicht das Ziel, die älteren Menschen zu schützen. Gegen allgemeine Schutzmaßnahmen bei Infizierten, die seither schon gegolten haben, ist natürlich nichts einzuwenden. Deshalb lautet mein Appell an die Politiker, die den Pflegeheimen ja die Maßnahmen vorschreiben: Ermöglicht den Menschen in den Alten- und Pflegeheimen ein menschenwürdiges Leben und ein menschenwürdiges Lebensende und zieht vor allem die Fachleute der Epidemiologie und Mikrobiologie zurate!

Dorothee Dobler, Neuweiler

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