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Mehrkämpfer machen Lust auf mehr

Leichtathletik Beim Bernhausener Meeting wachsen drei Talente der gastgebenden LG Filder über sich hinaus.

Filderstadt. Der deutsche Mehrkampfnachwuchs hat im Bernhauser Fleinsbachstadion mit hochklassigen Leistungen überzeugt. Für die Besten stand das Erreichen der Qualifikationsnormen für die Junioren-EM und -WM in Tallin und Nairobi im Fokus. Da die U18-EM in Rieti/Italien coronabedingt abgesagt wurde, ging es für den Jugendnachwuchs darum, sich für die Deutschen Meisterschaften zu empfehlen.

Glanzpunkte setzten auch drei 17-jährige Mehrkampftalente der gastgebenden LG Filder. Tabea Eitel, Emanuel Molleker und Moritz Eisold wuchsen vor allem am ers- ten Wettkampftag regelrecht über sich hinaus. Am Ende standen 16 Einzelbestleistungen, drei Kreisrekorde und drei neue Mehrkampfbestleistungen zu Buche. Für die größte Überraschung sorgte dabei Emanuel Molleker mit einer neuen persönlichen Zehnkampf-Bestleistung von 7351 Punkten. Im Sog dieser Welle steuerte auch Vereinskollege Moritz Eisold (LG Filder) zu einer neuen Zehnkampfbestleistung von 6931 Punkten.

Grund zur Freude hatte auch Tabea Eitel (LG Filder/Köngen) bei ihrem Siebenkampf in der weiblichen Jugend U18. Die gebürtige Reichenbacherin kratzte nach dem ersten Tag im Vierkampf mit 3205 Punkten sogar am Kreisrekord von Stephanie Lichtl (TG Nürtingen), die vor 19 Jahren auf 3278 Punkte kam. Eitel begann den Wettkampf mit persönlicher Bestzeit von 14,31 Sekunden über 100 Meter Hürden, blieb dann allerdings im Kugelstoßen mit 10,51 unter ihren Möglichkeiten. Diese Delle in der Punktedecke war jedoch schnell ausgemerzt. Mit 1,76 Meter im Hochsprung sprang Eitel am höchsten aller elf Starterinnen, verbesserte dabei ihre persönliche Bestmarke um zwei Zentimeter. Beflügelt von diesem Höhensprung lief es dann auch über die abschließenden 200 Meter in 25,92 Sekunden bestens. Mit 3.205 Punkten schloss Eitel den ersten Wettkampftag als Dritte hinter Marisa Jurtz (LC Überlingen/3.325) und Pia Meßing (TV Gladbeck/3.262) ab.

Der zweite Tag begann für Eitel nach zwei Fehlversuchen im Weitsprung gleich mit Nervenflattern. Im dritten und letzten Versuch schaffte es die 17-Jährige noch auf eine Weite von 5,59 Metern. Erst vor zwei Wochen setzte Eitel einen Sprung über 6,00 Meter in die Weitsprunggrube. Nach 34,32 Meter im Speerwerfen und 2:33,68 Minuten über 800 Meter rutschte Eitel im Gesamtklassement des Siebenkampfes mit 5.137 Punkten noch um einen Rang nach hinten. Dies konnte sie allerdings mit einer persönlichen Steigerung von 316 Punkten verschmerzen. Es siegte Marisa Jurtz (5.387) vor Laura Sophie Duckhorn (SC Potsdam/5.256) und Pia Meßing (5.230). mm

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