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Meister feiern goldenes Klassentreffen

Handwerk Vor einem halben Jahrhundert haben sie den Meister an der Max-Eyth-Schule gemacht: Jetzt nahmen die Männer ihre goldenen Meisterbriefe an ihrer alten Ausbildungsstätte entgegen. Von Silja Kopp

Die „goldenen Meister“ staunten bei der Führung mit Schulleiter Schade (rechts) darüber, was eine moderne Schule zu bieten hat.
Die „goldenen Meister“ staunten bei der Führung mit Schulleiter Schade (rechts) darüber, was eine moderne Schule zu bieten hat.

Es war ein ganz besonderes Klassentreffen in der Kirchheimer Max-Eyth-Schule: 25 Meister der Landmaschinenmechanik wurden von Landesinnungsmeister Kurt Neuscheler anlässlich ihres 50-jährigen Jubiläums mit einem goldenen Meis­terbrief geehrt.

Kurt Neuscheler wies auf die stetige Veränderung in handwerklichen Berufen hin: „Das, was heute modern ist, ist übermorgen schon veraltet. Und so ist das auch in unseren Berufen“, entgegnete er. Jeder weiß: Vieles musste in der Landwirtschaft früher mühsam von Hand geregelt werden. Manches kann der Computer heutzutage, sehr vieles übernehmen aber auch moderne Maschinen. Entsprechend hat sich das Berufsbild des Landmaschinenmechanikers weiterentwickelt.

Vom Wandel der Zeit konnten sich die altgedienten Meister bei einem Rundgang durch die Schule überzeugen lassen. Schulleiter Jochen Schade stellte die moderne Ausstattung der Max-Eyth-Schule vor. „Der Landkreis versorgt die Schule sehr gut. Wir sind im Vergleich zu anderen hervorragend ausgerüstet“, sagte er begeistert und fügte hinzu: „Ich könnte mich hier den ganzen Tag aufhalten.“

Einen ganzen Nachmittag verbrachten auch die „Goldenen Meis­ter“ dort: Für die 25 Männer hat sich die Schule stark verändert. „Es liegen Welten zwischen der Ausstattung heute und damals“, betonte Karl Heimann. Er selbst kommt aus Nordrhein-Westfalen und musste mit 24 Jahren die Meis­terprüfung machen, um den Familienbetrieb übernehmen zu können. Er kam damals nach Kirchheim und machte hier seine Ausbildung. Diese Entscheidung hat er keine Minute bereut. „Nur das Essen in der Umgebung war nicht immer gut“, erzählte er, wie er die heimische Küche vermisste.

Nicht jeder hatte für die Ausbildung eine weite Anreise, zwei der Jubilare stammen aus dem Verbreitungsgebiet des Teckboten: Ernst Bötzel aus Neidlingen und Gerd Handte aus Leinfelden-Echterdingen können sich ebenfalls rühmen, seit fünf Jahrzehnten Meister ihres Fachs zu sein. Gerd Handte legte mit 23 Jahren die Prüfung ab. Zuvor hatte er sich für diese Zeit Geld zusammengespart. Auch wenn es während der Ausbildung an allen Ecken und Enden finanziell klemmte, hat er die gemeinsame Zeit positiv in Erinnerung. „Manchmal wurden wir vom Techniklehrer zum Vesper holen geschickt“, erinnerte er sich lächelnd.

Werner Uhlmann ergriff für die ehemalige Schulklasse das Wort. Er wies darauf hin, wie wichtig das Handwerk für die Gesellschaft ist, und sprach damit allen aus dem Herzen.

Das ist die Bu für das Topbild. Die kann durchasu etwaas länger sein.Foto: Markus Brändli
Das ist die Bu für das Topbild. Die kann durchasu etwaas länger sein.Foto: Markus Brändli
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