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Mir wird übel

Freitagabend, 21.45 Uhr, Lindorf, Balkon, klarer Himmel - warten bei einem Glas Rotwein auf das angekündigte Schauspiel der Mondfinsternis. Plötzlich ein süßlicher Geruch, der sich innerhalb weniger Minuten zu einem permanenten, höchst intensiven, furchtbar ekelhaften Verwesungsgeruch über Lindorf gelegt hat, und sich zu einem bestialischen Gestank steigert und die ganze Nacht hindurch anhält, und am Samstagmorgen wieder einstellt, verursacht durch das Kompostwerk .

Die Belästigung war so stark, dass ein Aufenthalt im Freien auf Balkon oder Terrasse subjektiv nicht mehr möglich war. Es verschlug einem sprichwörtlich den Atem. Gleichzeitig war es nicht mehr möglich, den Gestank, der sich in der Zwischenzeit in der Wohnung ausgebreitet hatte und sich dabei in deren Einrichtungen und dazu auch noch in die Bettwäsche eingesogen hatte, abzulüften, da es ja draußen stank wie die Pest. An einen Schlaf mit sauberer, erfrischender Luft war nicht mehr zu denken. Man hatte permanent das Gefühl, sich erbrechen zu müssen durch den Ekelgestank und kam sich vor, als ob man sich direkt in der Rottehalle des Kompostwerks aufhalten würde. Das war nicht das erste Mal so. Diese Geruchsbelästigung ist schon des Öfteren aufgetreten, besonders verstärkt latent in den zurückliegenden Monaten.

Hier in Lindorf spricht niemand von Feinstaub oder CO2-Abgasen - sondern von ekelhaftem, atemraubendem, gesundheitsgefährdendem Gestank - es ist im wahrsten Sinn „zum Kotzen“. Das grenzt an Körperverletzung und Sachbeschädigung. Die Umstände, die zu dieser Sauerei geführt haben, sind mir nicht bekannt, aber auch egal. Für Probleme mit der Anlage sind das Abfallwirtschaftsamt Esslingen und die Betreiber der Kompostieranlage verantwortlich.

Die Belästigung ist enorm und unerträglich für uns Bürger. Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen. Tun Sie was dagegen. Es reicht und stinkt uns - im wahrsten Sinn des Wortes.

Thomas Wachsmann, Kirchheim

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