Unzugeordnete Artikel

Mit dem Finger zeigen?

Zur Berichterstattung über die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen

Ich muss auch Tage danach nach Worten - und Luft - ringen. Klar ist, wenigstens jetzt stimmt der Kurs der FDP wieder und wirkt abgestimmter, als noch bei und kurz nach der Wahl von Thomas Kemmerich.

Es war dumm. Sogar richtig dumm, zu glauben, auf diese Art Politik aus der Mitte für die Mitte machen zu können.

Jetzt gilt es, den entstandenen Schaden - und ich meine hauptsächlich den Schaden für die Demokratie - wieder zu reparieren. Dabei kann es wohl kaum hilfreich sein, mit dem Finger zu zeigen, so wie Roland Zizelmann von den Grünen. Dieser relativiert tatsächlich den Linksextremismus. Zur Erklärung: „Die Linke“ hat bis heute die DDR nicht als Unrechtsstaat benannt. Sie distanziert sich nicht von Gewalttätern der Antifa, ja sie unterstützt diese noch! Das geht nicht!

Jemand, der der Meinung ist, seine eigenen politischen Vorstellungen mit Gewalt und Menschenverachtung durchzusetzen, sei in Ordnung, kann nicht Teil der politischen Landschaft sein. Egal, ob dieser von links oder von rechts kommt. Es muss auch weiterhin das Ziel aller Demokraten sein, dies zu verurteilen und auch solche, die das nicht tun, anzuprangern.

Noch mal für alle Sozialismusliebhaber: Die Zahl der Todesopfer seit der Oktoberrevolution 1917, die auf das Konto des Kommunismus/Sozialismus gehen, liegt bei ungefähr 100 Millionen! Und das geht bis heute, zum Beispiel in Venezuela, weiter!

Da finde ich unser westliches Wertemodell doch um einiges humanitärer, trotz allen Verbesserungspotenzials. Wie sagte jemand: Die Demokratie ist schlecht, aber wir haben nichts Besseres!

Ralph Kittl, Kirchheim

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