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Mit dem Rücken zur Wand

Fußball-Kreisliga A Der abstiegsbedrohte TSV Weilheim II will sich am morgigen Sonntag gegen die wiedererstarkten SF Dettingen ein Erfolgserlebnis erarbeiten. Von Max Pradler

Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor - wie hier beim 6:3 gegen die TG - wollen die Weilheimer morgen auch gegen Dettingen an den Tag le
Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor - wie hier beim 6:3 gegen die TG - wollen die Weilheimer morgen auch gegen Dettingen an den Tag legen.

Es hat eine Weile gedauert, bis die Kreisliga-A-Fußballer der SF Dettingen in der neuen Spielzeit angekommen waren. Zwei bittere Niederlagen zum Auftakt - 1:3 gegen Oberboihingen und 0:2 in Raidwangen - hatten das ambitionierte Team von Spielertrainer Nebih Kadrija in der Tabelle erst einmal deutlich hinter die eigenen Erwartungen zurückgeworfen. „Sicherlich waren die Coronapause, die kurzfristigen Abgänge und mehrere Ausfälle während der Vorbereitung die Gründe für unseren holprigen Start. Hinzu kam dann auch noch etwas Pech vor dem Tor“, resümiert SFD-Verteidiger Simone Stuppia, „aber wir verfolgen eine klare Philosophie. Dass die Umsetzung nun mal Zeit benötigt, ist im Fußball ja auch klar.“

Mittlerweile scheint die neue Ausrichtung der Dettinger zu greifen. In den vergangenen vier Partien gab es drei Siege und ein Unentschieden. Mit breiter Brust also empfangen die Sportfreunde am Sonntag den TSV Weilheim II zum Derby. „Wir wollen uns mit einem weiteren wichtigen ‚Dreier‘ belohnen. Derbys haben ihre eigenen Gesetze, da musst du mehr Willen, Kampfgeist und Konzentration an den Tag legen“, unterstreicht Stuppia die Marschroute. Mit einem Sieg könnten die Dettinger den Anschluss an die vorderen Plätze knüpfen.

Eher das andere Ende der Tabelle hat derzeit der TSV Weilheim II im Blick: Mit drei Zählern aus fünf Partien steht das Team des Trainerduos Robert Walter/Robert Bressmer bereits seit Wochen auf einem Abstiegsplatz. „Wir sind natürlich nicht gut in die Saison gestartet, das ist klar. Aber trotzdem haben wir uns in den Spielen teilweise sehr ordentlich geschlagen“, analysiert Marvin Heth, Co-Abteilungsleiter des TSVW, die momentane Situation. Wichtig sei es für die Mannschaft, sich „für die gute Vorbereitung und intensiven Trainingseinheiten zu belohnen und sich ein Erfolgserlebnis zu erarbeiten“. Gegen die Dettinger wird dieses Vorhaben allerdings eher schwierig, wie Heth weiß: „Die SFD sind einer der Aufstiegskandidaten, da ist die Rollenverteilung klar. Aber ich sehe keinen Grund, wieso wir an einem guten Tag nicht doch etwas Zählbares holen könnten.“

TG am Scheideweg

Ein ähnliches Credo verfolgt die TG Kirchheim, die aktuell mit durchschnittlich fünf Gegentoren pro Spiel die mit Abstand schlechteste Defensive der Liga stellt. Zu Gast ist das Team des neuen Trainerduos Israfil Kilic und Tiago Santos-Araujo am Sonntag beim ebenfalls stark gebeutelten TSV Grötzingen. Es ist der Auftakt zweier richtungsweisenden Begegnungen, denn kommende Woche wartet mit dem FV 09 Nürtingen der nächste Abstiegskandidat auf die Turngemeinde, bevor dann die Teams aus dem oberen Tabellendrittel vor der Brust stehen.

Das Geschehen entspannt aus der Ferne betrachten kann an diesem Sonntag der spielfreie SV Nabern. Der Blick des SVN richtet sich dabei vor allem auf die punktgleichen Konkurrenten TSV Harthausen (gegen Grafenberg) und Türkspor Nürtingen (gegen Altdorf). Außerdem empfängt der FV 09 Nürtingen die TSuGV Großbettlingen sowie Schlusslicht TSV Bempflingen den TSV Oberboihingen.

Den Spieltag komplettieren die Begegnungen TSV Raidwangen gegen TB Neckarhausen und SpVgg Germania Schlaitdorf gegen TSV Linsenhofen.

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