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Mitranic übernimmt in Köngen

Handball Beim Kirchheimer Verbandsligakonkurrenten hat Trainer Alen Dimitrijevic seinen Hut genommen.

Köngen. Geplant war eigentlich etwas Längerfristiges. Spätestens als Alen Dimitrijevic Ende vergangenen Jahres die Verantwortlichen des Handball-Verbandsligisten TSV Köngen aber davon in Kenntnis setzte, den Verein nach seiner ersten Saison schon wieder verlassen zu wollen, waren jegliche Pläne, die beide Parteien vor fast genau einem Jahr hatten, wieder Makulatur. Im Sport geht es nicht selten schnell, die Liaison, die der Verein erst Ende Januar 2021 mit seinem Wunschtrainer Dimitrijevic verkündete, ist beendet - nun machten es die Köngener per Pressemitteilung schließlich auch offiziell bekannt: Sinisa Mitranic übernimmt beim TSVK.

Der Grund für die Trennung - auch das ist im Sport keine Seltenheit - sind die zuletzt schlechten Ergebnisse. „Hätten wir ein paar Spiele mehr gewonnen, wäre alles ganz anders“, sagt der Sportliche Leiter der Köngener, Anton Thomaser, dem der Schritt nicht leichtgefallen ist und bei dem, wie er selbst und auch Dimitrijevic stets betonen, „mit offenen Karten“ gespielt wurde. „Man kann ihm nichts vorwerfen und grundsätzlich sind wir sehr zufrieden mit der Arbeit von Alen. Auch die Art und Weise, wie offen und ehrlich die Gespräche abgelaufen sind, das zeugt von großer persönlicher Stärke“, so Thomaser, der jedoch nichts unversucht lassen will, um mit seinem Team die erst vor zwei Spielzeiten wieder neu eingeführte Verbandsliga zu halten.

Letzteres wird bei drei oder gar vier Absteigern kein leichtes Unterfangen. Es ist aber auch kein Ding der Unmöglichkeit, zumal „wir nicht so schlecht sind, wie wir dastehen“, ist Thomaser überzeugt. Momentan sind die TSVler mit 6:20 Punkten Drittletzter. Der Abstand ans rettende Ufer beträgt drei beziehungsweise vier Zähler. Und dass die Köngener konkurrenzfähig sind, haben sie in vielen Partien gezeigt. Fünfmal verloren sie mit drei oder weniger Toren Unterschied, ein Umstand, der vor allem ihrem mittlerweile Ex-Trainer ziemlich zu schaffen machte.

Ernüchterung beim Ex

„Ein Cut ist nötig“, meint B-Lizenzinhaber Dimitrijevic, dessen Plan für die ersten Partien des Jahres 2022 sich am vergangenen Samstag in Luft auflöste. Vier bis sechs Punkte wollte der 45-Jährige eigentlich aus den ersten vier Spielen nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebs holen, nach den drei äußerst unglücklichen Derby-Niederlagen gegen Denkendorf (28:29), beim Team Esslingen (26:24) und jüngst im Duell mit dem VfL Kirchheim (24:27) verharrte das Pluspunktekonto aber weiter bei sechs. „Eigentlich wollte ich den Karren aus dem Dreck ziehen“, sagt Dimitrijevic etwas ernüchtert.Jens Vöhringer

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