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Mobile Banking und Mobiles Bezahlen

Repräsentative Bevölkerungsumfrage des Bankenverbands

BdB. Online per PC und Smartphone ist inzwischen der bevorzugte Weg der Deutschen, wenn sie ihre Bankgeschäfte erledigen, besagt eine repräsentative Bevölkerungsumfrage des Bundesverbands der deutschen Banken. Hier sind die Ergebnisse: 

Nutzung Online- und Mobile Banking

▪ Die Mehrheit der Kunden (56 Prozent) erledigt ihre Bankgeschäfte inzwischen hauptsächlich online. Dabei nutzen 35 Prozent Onlinebanking am stationären PC und 21 Prozent Mobile Banking mit einem mobilen Gerät wie Handy oder iPad. Nur noch ein Viertel der Bankkunden besucht die Filiale ihrer Bank regelmäßig, um Finanzangelegenheiten persönlich am Schalter zu erledigen, 13  Prozent nutzen allerdings die

Selbstbedienungsgeräte ihrer Bank für Überweisungen oder sonstige Bankdienstleistungen.

▪ Die Präferenz der verschiedenen Wege, Bankdienstleistungen in Anspruch zu nehmen, variiert stark nach dem Alter der Kunden: Mobile Banking ist mit einem Anteil von 48  Prozent vor allem bei den Jüngeren (18- bis 29 Jahre) beliebt; der entsprechende Anteil sinkt mit steigendem Alter der Befragten immer weiter bis auf nur noch 5  Prozent bei den über 60-Jährigen. In den mittleren Altersgruppen (30- bis 59 Jahre) steht mit jeweils über 40 Prozent Onlinebanking mit dem PC an erster Stelle, während bei den Senioren und Seniorinnen ab 60 Jahren mit 45  Prozent noch am häufigsten regelmäßig die Filiale genutzt wird, um Bankgeschäfte zu erledigen. Für die Wahl des jeweiligen „Kanals“ sind für die meisten Kunden die Kriterien Sicherheit (84 Prozent) sowie schnelle und einfache Nutzung (75 Prozent) entscheidend, weniger hingegen die Kosten (61 Prozent) oder der persönliche Kontakt (41 Prozent).

▪ Unter allen online in Anspruch genommenen Bankdienstleistungen werden Überweisungen (inkl. Daueraufträgen) und Kontostand-Abfragen mit Abstand am häufigsten genutzt. 71 beziehungsweise  68 Prozent der Befragten geben an, dass sie diese Funktionen oft oder sehr oft nutzen. Aktien- und andere Wertpapiergeschäfte werden immerhin von 16 Prozent der Befragten sehr oft oder oft, von weiteren 25 Prozent noch hin und wieder online erledigt. 5 Prozent der Onlinebanker wickeln darüber hinaus auch oft Darlehens- und Kreditgeschäfte online ab, weitere 23  Prozent ab und zu („nicht so oft“).

Sicherheit Online- und Mobile Banking

▪ Das Vertrauen in die Sicherheit von Onlinebanking ist generell hoch: 61 Prozent sagen, dass die Verfahren „sicher“ (48 Prozent) oder „sehr sicher“ (13 Prozent) sind, 21 Prozent halten sie für „nicht so sicher“ und 9 Prozent für „gar nicht sicher“. Sicherheitsbedenken in der Bevölkerung sind dabei gegenüber dem Mobile Banking stärker ausgeprägt als gegenüber dem stationären Onlinebanking via PC. Die Hälfte der Befragten (50 Prozent) findet Mobile Banking weniger sicher als „PC-Banking“, 32 Prozent halten es für genauso sicher, 4 Prozent sogar für sicherer. Gegenüber Onlinebanking besonders kritisch eingestellt sind dabei vor allem die älteren Befragten ab 60 Jahre; von ihnen halten nur 35 Prozent Onlinebanking für sicher, 45 Prozent jedoch für unsicher.

▪ Zwei Drittel derjenigen, die Mobile Banking nutzen, verwenden dafür ihr Smartphone (65 Prozent), 9 Prozent ein Tablet und knapp ein Fünftel (19 Prozent) beide Geräte. Mobile Banking wird dabei hauptsächlich über eine Banking-App (64 Prozent) betrieben, 28 Prozent nutzen allerdings fürs Mobile Banking auch die Onlinebanking-Website ihrer Bank. Das beim Mobile Banking am häufigsten genutzte TAN-Verfahren ist die Push-TAN (35 Prozent), gefolgt von der SMS-TAN (21 Prozent), der Photo-TAN (19 Prozent) und der Chip-TAN (13 Prozent).

Mobiles Bezahlen und Wearables

▪ Ein Fünftel der erwachsenen Bevölkerung (18 Prozent) zahlt in Geschäften mittlerweile mobil auch mit dem Handy. Dabei wird von den Nutzern vor allem das schnelle und einfache Handling (83 Prozent) als Vorteil angesehen, während die Aspekte „bessere Hygiene“ (34 Prozent) und „höhere Sicherheit“ (16 Prozent) eine erheblich geringere Rolle spielen. ▪ Das bargeldlose Bezahlen mit einer Smartwatch ist noch wenig verbreitet; lediglich 4 Prozent der Befragten geben an, mit einem solchen „wearable“ zu bezahlen. Allerdings können sich 15 Prozent der Befragten vorstellen, künftig auch eine Smartwatch mit Bezahlfunktion zu nutzen.

▪ Banking-Apps genießen in der Bevölkerung größeres Vertrauen als andere Apps. So meinen 47 Prozent der Befragten, dass Banking-Apps sicherer seien, 50 Prozent halten sie für genauso sicher und 1 Prozent für weniger sicher als andere Apps. ▪ Für die Nutzer einer Banking-App ist deren möglichst einfache Nutzung deutlich wichtiger (75 Prozent) als ein möglichst großer Funktionsumfang (21 Prozent). Die gesamte Bevölkerung nach Prioritäten bei Banking-Apps gefragt zeigt, dass noch vor der einfachen Bedienbarkeit (62 Prozent) die Sicherheit der App ein wichtiges Kriterium ist, während andere Aspekte wie Barrierefreiheit (7 Prozent), viele Funktionen (5 Prozent) und Vielsprachigkeit (4 Prozent) dagegen weit abfallen.

▪ Die Funktion, beim Onlinebanking auch Konten bei anderen Banken abzubilden, stößt bei 14 Prozent den Befragten auf Interesse, 4 Prozent geben an, dieses Angebot ihrer Bank bereits zu nutzen.

Alle Details zu „Mobile Banking und Mobilem Bezahlen 2022“ der repräsentativen Bevölkerungsumfrage findet man unter 

 

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