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MRSA-Tote zeigen die Verlogenheit

Zum Kommentar „Trauer erwünscht“ vom 21. Juli

Ellen Hasenkamp plädiert für einen Staatsakt anlässlich der über 9000 im Zusammenhang mit SARS-CoV2 Gestorbenen in Deutschland. Dass man nicht mal sicher weiß, wie viele wirklich an Covid-19 gestorben sind - geschenkt. Warum aber in diesem Zusammenhang eine ganze Nation trauern soll erschließt sich mir nicht.

Wir könnten seit vielen Jahren mindestens die doppelte Zahl an Menschenleben jährlich retten, wenn wir uns in Sachen Krankenhaushygiene nur an den holländischen Standards orientieren würden. Dass dies nicht geschieht und der Staat jedes Jahr sehenden Auges diese MRSA-Toten (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) geschehen lässt, zeigt die ganze Verlogenheit der derzeitigen Debatte. Die Lösung des Problems würde lediglich aus Wille und unserem Geld an der richtigen Stelle bestehen. Wir Bürger aber werden weiterhin betreffs SARS-CoV2 behandelt wie kleine, unmündige Kinder. Wir dürfen wegen SARS-CoV2 nicht mehr entscheiden, welche Risiken wir eingehen wollen. Obendrein werden uns unsinnige Masken und hautschädigende Desinfektion aufgezwungen.

An der Krankenhaustür, wenn man MRSA wirksam bekämpfen könnte, hört diese staatliche Vollversorgung dann aber schlagartig auf. Einen Hygienearzt wie in den Niederlanden, der quasi wie der Türsteher für Viren fungiert und entscheidet, wer rein kommt, sucht man bei uns vergebens. Wenn wir nun noch die Kosten für solche Hygienemaßnahmen den Corona-Maßnahmen gegenüberstellen, müsste sogar Frau Hasenkamp erkennen, wie bigott ihr Plädoyer für eine Corona-Staatstrauer wirkt.

Stefan Kromer, Kirchheim

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