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Musik im Schatten des Genies

Konzert Salzburg hat auch vor Mozart große Musik hervorgebracht. Die ist am 22. September in Kirchheimer Schloss zu hören.

Kirchheim. Dass Salzburg auch schon vor den Zeiten Mozarts ein Musikleben hatte, das höchstem europäischen Standard entsprach, davon können sich Musikfreunde am Sonntag, 22. September, um 19.30 Uhr in der Kapelle des Kirchheimer Schlosses überzeugen. Mit den barocken Meistern Heinrich Ignaz Franz Biber und Georg Muffat wirkten in Salzburg gleich zwei herausragende Musiker.

Das Ensemble Concerto Imperiale, geleitet von Bernhard Moosbauer, widmet den beiden Persönlichkeiten einen Abend mit Musik für Streicherensemble. Auf dem Programm stehen Stücke aus verschiedenen Sammlungen Bibers, Sonaten und eine Suite aus einer Tafelmusik mit dem Titel „Mensa sonora“. Dazu kommt eines der ungewöhnlichsten und faszinierendsten Stücke der Musikliteratur überhaupt: die Partita für zwei Violen d’amore und Bass aus Bibers letzter Publikation. Die Viola d’amore gehört zu den am schwierigsten zu spielenden Streichinstrumenten, weshalb man sie nur höchst selten live hören kann. Von Muffat erklingen zwei Sonaten aus seinem in Rom und Salzburg entstandenen „Armonico tributo“, eine gelungene Mischung aus Sätzen im italienischen und französischen Stil, den beiden vorherrschenden Schreibweisen der Zeit. pm

5 Karten sind erhältlich beim VHS-Kulturring im Kirchheimer Spital, Max-Eyth-Str. 18, Telefon 0 70 21/97 30 32 und an der Abendkasse ab 19 Uhr

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