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Nabern setzt sich an der Spitze fest

Fußball-Kreisliga A Nach dem 6:2 gegen die TG Kirchheim ist der SVN Tabellenzweiter. Die höher gewetteten Dettinger schauen erneut in die Röhre. Von Walter Rau

Grün-weiß im Nacken: Der SV Nabern ist nach dem 6:2-Sieg bei der TG Kirchheim der erste Verfolger von Spitzenreiter Türkspor Nür
Grün-weiß im Nacken: Der SV Nabern ist nach dem 6:2-Sieg bei der TG Kirchheim der erste Verfolger von Spitzenreiter Türkspor Nürtingen. Foto: Markus Brändli

Neuigkeiten von der Turngemeinde: Vor dem Lokalderby der TG Kirchheim in der Fußball-Kreisliga A2 gegen den SV Nabern wurde bekannt, dass der 28-jährige Okan Elmas, zuletzt Kapitän der zweiten TG-Mannschaft, das Amt des Abteilungsleiters des aus zeitlichen Gründen scheidenden Florian Kretzschmar ab sofort übernommen hat. Elmas, der selbst aus Zeitgründen mit dem Fußballspielen aufgehört hat, durfte auch sofort als Coach an der Seitenlinie vorübergehend eine weitere Funktion übernehmen. Da Mehmet Akkoyouncu im Urlaub weilt und der zweite Trainer Israfil Kilic immer spielt, gab Elmas von der Seitenlinie die Kommandos.

Genutzt haben letztere freilich wenig. 2:6 lautete am Ende das deutliche Ergebnis zugunsten der nach wie vor verlustpunktfreien Naberner. „Wir haben noch Trainingsrückstand bei vielen Spielern, haben aber auf dem Feld besser dagegengehalten, als es auf dem Papier am Ende stand“, befand Elmas.

Dem pflichtete auch Naberns Spielertrainer Marcel Geismann bei. „Ein Lob an die TG. Die haben trotz des frühen Rückstandes nie aufgegeben und waren immer im Spiel drin. Wir haben heute nicht alles abgerufen und nach der Führung war der Schwung draußen. Wir haben trotz des super Starts in die Saison noch Luft nach oben“, konstatierte Geismann.

Erwähnenswert bei Nabern, dass im Angriff nicht alles auf Top-Torjäger Tim Lämmle lastet. Fünf verschiedene Torschützen sprechen für neue Naberner Flexibilität im Angriff. Lämmle ließ es sich nicht nehmen trotzdem zwei Mal einzunetzen, einmal davon besonders sehenswert per Volley-Bogenlampe in den Winkel zum zwischenzeitlichen 3:0 (31.).

Der Torjäger der Turngemeinde, Routinier und Kapitän Tiago Santos-Araujo, wirkte allen Unkenrufen zum Trotz über die vollen 90 Minuten mit. Er ließ die genähte Platzwunde am Ohr aus der letzten Partie gegen Grafenberg abkleben und ging mit großem Kampfgeist voran. „Tiago werden wir immer brauchen, er ist unser Kapitän, er hat sich heute für das Team aufgeopfert“, ist Elmas froh den ehemaligen VfL-Kicker in seinen Reihen zu haben.

Renz radelt

Mit dem Fahrrad nach Altdorf und zurück - ein privater Ganztagesausflug stand für Dettingens Abteilungsleiter Christian Renz an. Im Gepäck: ein nicht zufriedenstellendes Pünktchen. Der Frust saß hernach tief. „Wir müssen mit dem Kader kleinere Brötchen backen. Wir spielen 45 Minuten in Überzahl, sind vorne uneffektiv und leisten uns hinten einen Bock nach dem anderen“, klagte Renz über das 3:3. Dettingens Frust spiegelte sich auch in der Gelb-Roten Karte für Spielertrainer Nebih Kadrija wider (85.). Er hatte am Ende noch „unnötig hohen Kommunikationsbedarf mit dem Schiedsrichter“ und fehlt nun seinem Team am nächsten Spieltag gegen Großbettlingen.

Eine zweimalige Führung reichten den SFD nicht zum Sieg. Am Ende musste noch ein genialer Freistoß in den Winkel von Gabriele Rizzo her (76.), um in Überzahl noch den Punkt zu retten. „Es war ein rasantes Spiel mit offenen Abwehrreihen. Wir haben super Moral bewiesen, dass wir zurückgekommen sind, es fühlt sich wie ein Sieg an“, jubelte auf der anderen Seite Altdorfs Trainer Steffen Schrade.

Neue (Trainer-)Besen kehren gut

Der TSV Grafenberg konnte zum Einstand des neuen Trainerduos Christian John/Iosif Toulkeridis den erhofften Befreiungsschlag per 2:0-Sieg beim TSV Weilheim II landen. In einer Partie auf mäßigem Niveau war klar: Wer das erste Tor schießt, der gewinnt. Das Glück war dem Grafenberger Johannes Donth in Minute 74 vergönnt. Zuvor haderten die Weilheimer mit zwei strittigen Situationen, in denen es hätte Elfmeter geben können, sowie einer vergebenen Großchance von Paul Schrievers. „Das war ein gebrauchter Nachmittag für uns. Zumal Mittelstürmer Ruben Garcia sich ohne Gegnereinwirkung das Knie bereits nach 20 Minuten verdreht hat und mit Verdacht auf eine Bänderverletzung ins Krankenhaus musste“, war TSVW-Trainer Robert Bressmer bedient.

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