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Nach Alternativen suchen

Zum Artikel „Faktencheck zum Hungerberg“ vom 12. Februar

„Hier wächst das Korn für unser Brot“ stand vor nicht allzu langer Zeit auf einer Tafel, genau dort, wo jetzt ein Gewerbegebiet angesiedelt werden soll. Es handelt sich also um wertvolle Ackerböden, die geopfert werden sollen mit dem Argument, dass hier ja bereits die (nach wie vor umstrittene) Bahntrasse verlaufe.

Gerade deshalb darf der Hungerberg nicht noch mehr versiegelt werden. Er ist bei vielen Bürgerinnen und Bürgern sehr beliebt als Radverbindung nach Nabern oder Dettingen oder zum Spazierengehen. Mit einer „Impulsveranstaltung“, bei der die Flächen und Planverfahren erklärt werden, ist es da nicht getan.

Wenn die gewichtigen Einwände der Bürgerinnen und Bürger ernst genommen werden, sind die gewählten Vertreter in den Entscheidungsgremien aufgefordert, nach Alternativen zu suchen. Zwischen Kirchheim und Dettingen befindet sich ein Industriegebiet, teilweise mit riesigen Parkflächen. Dort und eventuell auch beim Kompetenzzentrum Nabern muss gesucht werden.

Man wird sicher fündig, wenn der Wille vorhanden ist, dass die Versiegelung weiterer wertvoller Flächen vermieden werden soll.

Während die Planung auf der Machbarkeitsstudie von 2009 fußt, ist dieses ökologische Ziel heute Konsens und sollte nicht mit gestrigen Argumenten vom Tisch gewischt werden.

Ulrike Lörcher-Lysko, Kirchheim

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