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Nach dem Kompostgestank wird es bunt

Greening bedeutet: Landbewirtschaftungsmethoden, die den Klima- und Umweltschutz fördern. Diese Leistung für die Umwelt müssen die Bauern zusätzlich aufbringen, um an die EU-Prämie zu kommen. „Dieser Mehraufwand geht in Richtung Biodiversität und ganzjährige Bodenbedeckung. Damit wird für Wildtiere, Bienen und auch Wildpflanzen zusätzlicher Raum und Nahrung angeboten“, erläutert der Deutsche Bauernverband.

Die Greening-Prämie liegt bei rund 87 Euro pro Hektar. Voraussetzung dafür ist jedoch die Basisprämie, die „erste Säule“ der EU-Agrarförderung. Das sind 180 Euro pro Jahr und Hektar. Um an die Greening-Gelder zu kommen, muss ein Betrieb, der mehr als 15 Hektar Ackerfläche hat, auf fünf Prozent seiner Fläche derartige ökologische Vorrangflächen einrichten.

Bunte Äcker im Herbst sind rund um die Teck in den vergangenen Jahren vermehrt zu sehen. Die Saatmischungen können recht unterschiedlich aussehen, viele Pflanzen und auch Gräser sind für den Zwischenfruchtanbau oder die Gründecke erlaubt: Einjähriges und Welsches Weidelgras oder Knaulgras; Linse, Lupine, Luzerne, sämtliche Kleearten, Erbse, Wicken, Senf, Koriander, Gartenkresse, Wilde Möhre, Futterkohl, Stoppelrüben, Nachtkerze, Phazelie und Sonnenblume. Jeder Landwirt kann seinen Vorlieben freien Lauf lassen - oder eine Standard-Saatmischung ausbringen.ih

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