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Nach dem Stotterstart läuft’s rund

Handball Mit zwei Siegen in den letzten Punktspielen des Jahres hat Frauen-Zweitligist TG Nürtingen 2019 versöhnlich beendet.

Nürtingen. So gut wie alles richtig gemacht und doch verloren, so lautete das Zwischenfazit beim Frauenhandball-Zweitligisten TG Nürtingen nach den ersten fünf Saisonspielen. Die TG verlor allesamt und stand früh mit dem Rücken zur Wand. Doch nach dem ersten Sieg wurde alles besser - sogar so gut, dass Trainer Stefan Eidt und seine Schützlinge relativ entspannt in die kurze Weihnachtspause gehen konnten.

„Dass es mit der neuen Mannschaft nicht einfach wird, war klar“, sagt Eidt, schiebt aber gleich nach, dass „wir eine gute Mannschaft haben“. Dennoch, viele Spielerinnen mussten sich erst an die neue Situation gewöhnen. Die, die seit Jahren im Verein waren daran, nun verstärkt in der Verantwortung zu stehen. Die Zugänge hingegen ans neue Umfeld und Team. Eine hat dabei besonders eingeschlagen. Sarolta Selmeci. Die Ungarin hatte es nach ihrem Gastspiel in Bremen nicht leicht, erläutert Eidt. Neue Umgebung, eine körperlich anstrengende Ausbildung als Schreinerin in Frickenhausen - zudem hatte sie bei Bremen kaum Spielanteile bekommen und auch bei den früheren Stationen HC Rödertal und Borussia Dortmund viel auf der Bank gesessen, weiß Eidt, den ihre Entwicklung erstaunt und natürlich erfreut hat.

Es gab jedoch viele andere Lichtblicke. Der erste in Form von Zählbarem ließ zwar lange auf sich warten, fiel mit dem 26:18-Heimsieg über Neuling HSG Freiburg dafür umso fulminanter aus. Die TG war damit bei Weitem noch nicht aus dem Gröbsten raus, eine Befreiung bedeutete der erste Erfolg aber allemal. Vor eigenem Publikum hielt sich die Turngemeinde fortan schadlos, beim 24:22 über den TVB Wuppertal durfte zwar noch mächtig gezittert werden, eine tolle Leistung lieferten Selmeci und Co dann beim furiosen 26:21-Derbysieg über die SG H2Ku Herrenberg ab.

Seit dem 17. Dezember ruht der Handball aber erst einmal. Nach dem lockeren Abschlusstraining mit anschließender kleiner Abschlussfeier hat Eidt seinen Spielerinnen fast zwei Wochen frei gegeben. „Relativ entspannt“ ob der jüngsten beiden „eminent wichtigen Siege für die Moral“ und dem Sprung weg von den drei Abstiegsplätzen ging’s auch für ihn in die Weihnachtspause.

Am heutigen Montag beginnt die Vorbereitung aufs erste Spiel anno 2020. Das steigt am 4. Januar in der Theodor-Eisenlohr-Halle gegen Schlusslicht HSV Solingen-Gräfrath. jsv

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