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Netz und Nutzung verändern sich laufend

„Wir müssen ständig am Ball bleiben, Veränderungen sind an der Tagesordnung. Facebook ist weg, es geht hin zu Messenger-Diensten wie WhatsApp“, sagt Susanne Köhler. Junge Menschen nutzen Instagram. „Der Trend geht weg vom Text. Es werden Bilder verschickt, deshalb ist Bilderkennung wichtig.“ Bandenwerbungen in den Stadien werden beispielsweise dank Smartphones viral verbreitet. Auch für jeden Einzelnen können die gesammelten Daten wichtig sein: „Das Dieselverbot kocht hoch - wie muss ich da reagieren? Nehme ich das Auto oder steige ich auf die öffentlichen Verkehrsmittel um. Schnell Daten zur Hand zu haben hilft, etwa ob es günstige Bus- oder S-Bahn-Anschlüsse gibt oder Stau auf der geplanten Route ist.“

Über Essen wird viel gepostet, das kann für viele Betriebe eine wichtige Information sein, ebenso wie ein Eintrag, dass in einem bestimmten Einkaufszentrum die Umkleidekabinen ständig dreckig sind. „Das Regionale wird wichtig“, ist die Internetspezialistin überzeugt. Ebenso die Interaktion im Netz mit Leuten, die man kennt. „Netzwerkeffekte sind nicht zu unterschätzen“, ist ihre Erfahrung. „Alle Unternehmen versuchen, nicht den Anschluss zu verlieren. Es geht ums Image und wie man den Kunden erreicht - aber auch darum, wie man im Krisenfall, etwa bei einem Flugzeugabsturz, reagiert“, sagt Susanne Köhler. Wenn die Menschen emotional aufgelöst sind, könnte das Thema Messenger ein Lösungsansatz sein.

Twitter wird immer noch trotz - oder gerade wegen - US-Präsident Trump als ernsthaftes Info-Medium angesehen. „International gesehen hat es die News-Funktion und ist ein wichtiges Medium wegen des schnellen Datenaustauschs“, sagt Sabine Köhler. ih

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