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Neu-Präsident Unger: „Patriarch nicht zeigemäß“

Neuer Präsident des TTC Frickenhausen ist seit Montagabend Erich Unger. Der 63-Jährige sieht sich nur als Teil des Gesamtkonstrukts im Verein. „Es ist nicht mehr zeitgemäß, in einem Verein als Patriarch aufzutreten“, sagt Unger, „dann funktioniert gar nichts mehr.“

Die Kluft zwischen erster und zweiter TTC-Mannschaft soll nach dem Willen Ungers und seiner Mitstreiter analog zur Entwicklung bei den Damen deutlich kleiner werden. „Die Erste in der Zweiten Liga, die Zweite in der Kreisklasse - das ist eigentlich ein No-Go“, hat Unger erkannt. „Die erste Mannschaft und der Rest des Vereins sind in den letzten Jahren zu weit auseinandergedriftet“, stellt auch Manager Jürgen Veith fest, „das müssen wir im Auge behalten.“

Anstrengungen unternimmt der TTC seit Langem auch, um in der Gunst der Zuschauer wieder besser wegzukommen. „Es muss uns gelingen, wieder jüngere Leute in die Halle zu locken“, sagt Veith, „vor allem die, die selbst Tischtennis spielen. Vom Zuschauen lernt man doch auch.“

Weil viele Spiele der unteren Klassen samstags stattfinden, hält der TTC am Sonntag als Heimspieltag fest - bislang ohne die erwartete Resonanz. „Ich finde es schade, dass der hervorragende Sport, der in Frickenhausen geboten wird, nicht angenommen wird“, rätselt auch Herbert Schulze, kommissarischer Ressortleiter Öffentlichkeitsarbeit beim Tischtennisverband Württemberg-Hohenzollern. uba

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