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Nicht alles zubetonieren

Zur Berichterstattung über die geplanten Gewerbegebiete in Kirchheim und Dettingen

Warum muss ein Industriegebiet, das den Boden großflächig durch Überbauung versiegelt - mit Hof­anlagen, Parkplätzen, Zufahrten, nötigen öffentlichen Straßen und so weiter -, in ­Hanglage wie Bohnau-Süd in Kirchheim oberhalb der bestehenden Wohnsiedlung „Pfaffenhalde“ angesiedelt werden? Diese Wohnhäuser liegen direkt unterhalb des Gebietes. Wo soll das Oberflächen-Wasser bei Starkregen wie zuletzt versickern? Manche Häuser haben jetzt schon mit Nässe in den Kellern zu kämpfen und die Kanalisation kann auch nicht alles fassen. Man sollte vorher die Folgen bedenken - und nicht erst, wenn „das Kind in den Brunnen gefallen ist“, nach Schuldigen suchen. Es gibt genügend Industrie­brachen, sodass man nicht immer neue Gebiete zubetonieren muss. Hier könnten die Gemeinden Betriebe ansiedeln, die noch verkehrsgünstiger liegen als in unserem Gebiet. Zudem wird die grüne Lunge vor der Haustür - Bohnau-Süd in Kirchheim und Hungerberg in Dettingen - zweckentfremdet und missbraucht.

Die Natur lässt sich gottlob zu nichts zwingen, der Mensch braucht die Natur, aber die Natur braucht nicht den Menschen. Ich bin kein „Naturschützer“, aber ich lebe mit der Natur im Einklang.

Ilse Weixler Kirchheim

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