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Nürtingen geht am Ende die Puste aus

Handball Die Zweitliga-Frauen der TG unterliegen im Derby gegen Absteiger Frisch Auf Göppingen deutlich mit 20:26.

Nürtingen. Auf der Zielgeraden ist den Zweitliga-Handballerinnen der TG Nürtingen im Derby gegen Frisch Auf Göppingen die Luft ausgegangen. Mal wieder. So wie vergangene Woche beim 24:25 in Harrislee, oder auch schon im Kräftemessen mit Frisch Auf im Testspiel im Juli. „Das war ähnlich. Wir haben wieder 50 Minuten gut gegen sie gespielt und am Ende doch deutlich verloren“, sagte Nürtingens Trainer Simon Hablizel nach der 20:26-(12:13)-Niederlage gegen den Erstliga-Absteiger. „Viel zu deutlich“, fügte der 33-Jährige ernüchtert an. Die große Enttäuschung rührte auch daher, dass seine Schützlinge eigentlich vieles richtig gemacht hatten.

Ausschlaggebend für den Trainer war das, was nach der Auszeit beim 11:9 in der 27. Minute passierte. Denn anstelle mit drei Toren davonzuziehen, kamen auf einmal die zuvor ein ums andere Mal schlampig im Angriff agierenden Gäste wieder auf. Deren überragender Neuzugang Janne Lotta Woch markierte den 10:11-Anschlusstreffer aus Frisch-Auf-Sicht. Nach einem Kreisspiel von TG-Kapitänin Delia Cleve erzielte Anja Brugger auf der anderen Seite den 11:11-Ausgleich. Woch vollendete den Göppinger 3:0-Lauf mit dem 11:12-Halbzeitstand.

Auch nach dem Seitenwechsel entwickelte sich zunächst eine offene Partie, in der es weiterhin mächtig zur Sache ging. Woch sorgte in der 32. Minute erstmals für einen Zwei-Tore-Vorsprung ihres Teams (11:13), die Turngemeinde ließ sich davon allerdings nicht aus der Ruhe bringen, blieb dran und führte in der 44. Minute nach einem Treffer von Nina Fischer, dem ein Zauberpass hinter dem Rücken von Carolin Henze vorausgegangen war, 17:16. Es sollte jedoch die letzte TG-Führung bleiben.

Die Gastgeberinnen, für die Cleve auf 20:21 verkürzt hatte, mussten mit ansehen, wie Klara Schlegel ihr Team beim 23:20 erstmals mit drei Toren in Front brachte (55.) und wie Woch kurz darauf per Siebenmeter die Vorentscheidung besorgte. Hablizel versuchte noch mit einer offensiven Deckung das Ruder herumzureißen, nach 60 Minuten hieß es aber 20:26. „Das ist zu hoch“, sagte der Trainer und sprach von einer „gedrückten Stimmung“ in seinem Team. Das hat nun etwas Zeit sich zu erholen. Am 16. Oktober geht’s weiter gegen Aufsteiger Regensburg.Jens S. Vöhringer

Spielstenogramm

TG Nürtingen: Schmid (42. Hesel) - Fischer (3), Wieder (2), Cleve (2), Schuhknecht (3), Foth (8/3), Quattlender (1), Bauer, Dreizler (1), Treusch, Henze.

Frisch Auf Göppingen: Bocka (31. Kaminska) - Brugger (1), Borutta (1), Wolf (1), Frey (1), Woch (11/5), Schlegel (5), Tinti (1), de Bellis (1), Francikova (4), Ehmann, Scherer, Wyder, Krhlikar, Jonsdottir.

Schiedsrichter: Cesnik/Konrad (Gummersbach).

Zuschauer: 510

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